
Auktion der Polizei zieht Schnäppchenjäger an
Lars Franzelli
In Liestal hat am Samstag die Frühlingsauktion der Baselbieter Polizei stattgefunden. Fünf Autos und 150 Velos wurden versteigert – darunter war auch das eine oder andere Schnäppchen.
47’000 Franken – so viel war für das teuerste Objekt an der Auktion in Liestal fällig. Dabei handelt es sich um einen Mercedes-Benz V250. Geschätzt wurde dieser auf über 50’000 Franken. Wie immer im Frühling lud die Baselbieter Polizei am Samstag zur Auktion. Die Fahrzeuge wurden entweder aus der eigenen Flotte ausgemustert oder sichergestellt.
Der Mercedes-Benz gehört zur zweiten Kategorie. Der Kaufpreis von 47’000 Franken muss dann auch gleich Bar bezahlt werden. Noch gibt es nämlich keine Lösung, dass auch per Kreditkarte gezahlt werden kann. Zahlreiche anwesende Polizisten sorgten für Sicherheit.
Gute Stimmung an der Auktion
Geleitet wird die Auktion von Berardino Barbati, dem Leiter des Verwertungsdienstes und Fundbüros der Sicherheitsdirektion. Der gelernte Verkäufer geht in seiner Rolle auf. Es ist bereits seine vierzigste Auktion. Dass er sich auf der Bühne wohlfühlt, sieht man schnell. Mit seinen klaren Anweisungen sorgt er dafür, dass alle Anwesenden den Ablauf schnell begreifen.

Wie ein Auktionator aus einem amerikanischen Film wiederholt Barbati die eingehenden Gebote. Er sorgt dafür, dass sich die Auktion trotz den vielen Objekten nicht in die Länge zieht. Immer wieder lockert Barbati die Stimmung mit einem Spruch auf: «Wenn Sie die Hand einfach hochhalten, dann zähl ich beim Preis einfach hoch», lässt Barbati einen Bietenden wissen, der die Hand nach einem Gebot nicht runter nimmt. Seine Art kommt bei den Anwesenden gut an. So auch beim Veloliebhaber Jörn Walther. Ihm gefällt die Stimmung: «Ein bisschen Autos, ein bisschen Velos. Einfach schön, so einen Vormittag zu haben».
Auktion zieht Schnäppchenjäger an
Während bei den Autos wohl vor allem Kenner auf der Suche nach einem Schnäppchen sind, sieht es bei den Velos anders aus. Ein Anwesender hält etwa nach dem E-Bike seines Sohnes Ausschau – wird dabei aber nicht fündig. Insgesamt 150 sogenannte «herrenlose» Velos werden versteigert. Tatsächlich seien darunter immer mehr E-Bikes, bestätigt Barbati: «Darunter einige ziemlich gute».

Auf der Suche nach einem Schnäppchen wird auch Jörn Walther fündig. 1’500 Velos hatte er schon. Extra aus Zürich angereist, schlägt er bei einem roten Rockrider zu. Mit dem Preis von 200 Franken ist er zufrieden: «Das ist ein guter Kauf. Ein Schnäppchen». Neben ihm kommen auch noch zahlreiche andere Personen zu einem neuen Velo.

Die generierten Einnahmen fliessen laut Barbati einerseits zurück an die Bevölkerung und andererseits in die Verfahrensleitung via die Staatskasse. Für die Polizei wird es sicher nicht die letzte Auktion gewesen sein. Der Nachschub ist gesichert.
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