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Bei den Grünen zählt Arslan schon zum Kandidierendenfeld für die Regierung
©Bild: Keystone
Parteiwechsel
Politik

Bei den Grünen zählt Arslan schon zum Kandidierendenfeld für die Regierung

21.01.2026 18:07 - update 22.01.2026 08:50
Leonie Fricker

Leonie Fricker

Die Grünen wollen 2028 ihren Sitz in der Basler Regierung zurückerobern. Mit Sibel Arslan begrüsst die Partei nun ein bekanntes Gesicht in ihren Reihen. Steckt also mehr hinter dem Parteiwechsel?

Das Wichtigste in Kürze

  • Nationalrätin Sibel Arslan wechselt von der Basta zu den Grünen
  • Über mögliche Ambitionen für den Regierungsrat hält sie sich bedeckt
  • Die Grünen wollen sich auf die Nationalratswahlen fokussieren

Bei vergangenen Ersatz- oder Gesamterneuerungswahlen im Kanton Basel-Stadt fiel ihr Name immer wieder. Auch zuvor zeigte sich Sibel Arslan nicht grundsätzlich abgeneigt, ein Exekutivamt zu übernehmen. Konkret wurde es aber nie. Am Dienstag gab die 45-jährige Kleinbaslerin den Wechsel von der Basta zu den wählerstärkeren Grünen bekannt. Steckt etwa mehr dahinter?

In Bern eine Grüne

Sie sagt: «Der Entscheid ist nicht mit Wahlen verbunden.» Mit dem Schritt wolle die Basler Nationalrätin und Vizepräsidentin der Grünen Schweiz lediglich «Klarheit» schaffen, betont sie. Auf nationaler und internationaler Ebene habe man sie in Bern seit jeher als Grüne wahrgenommen. «Daher war der Wechsel der formelle, naheliegende Schritt.»

Sie bleibe weiterhin gemeinsame Nationalrätin von Basta und Grünen und wolle sich auch künftig für «linke, urbane und grüne Themen» einsetzen. Arslan war 2004 Mitglied der Basta geworden. Der Wechsel zu den Grünen sei ihr nach so vielen Jahren nicht leichtgefallen, erklärt sie. «Ich bin sehr verbunden mit der Basta und werde meine guten Beziehungen dorthin auch in Zukunft pflegen.»

Fokus liegt auf Nationalratswahlen

Der Sektionswechsel wurde bereits am Dienstag vollzogen. Dieser Zeitpunkt sei in Absprache mit Basta und Grünen bewusst gewählt worden, sagt Arslan: «Wenn keine Wahlen anstehen und es ein unaufgeregter Moment ist.» Nun wolle man den Blick gemeinsam auf die Nationalratswahlen 2027 richten, bei denen es gilt, ihren Sitz zu verteidigen. Über mögliche Ambitionen auf kantonaler Ebene lässt sie sich also nicht in die Karten blicken.

Bei den Grünen Basel-Stadt freut man sich derweil über das neueste Mitglied. «Man kennt Sibel Arslan, und sie bringt ein gutes Standing mit», sagt Grünen-Co-Präsidentin Fleur Weibel. Man wolle Arslan künftig enger in die kantonalen Parteistrukturen einbinden und die Zusammenarbeit weiter vertiefen. «Darauf freuen wir uns sehr.»

Grüne halten die Tür offen

Die Partei hält an ihrem Ziel fest, mittelfristig einen Sitz in der Basler Regierung zurückzugewinnen. «Wir freuen uns, dass wir über ein breites Kandidierendenfeld verfügen, auf das wir zurückgreifen können. Und Teil davon ist neu sicher auch unsere Nationalrätin», so Weibel. Sie betont jedoch, dass die Gesamterneuerungswahlen 2028 noch weit entfernt seien und derzeit nicht im Fokus stünden. Aktuell wolle man sich gemeinsam mit der Basta auf den Nationalratssitz konzentrieren.

Mit dem Abgang von Arslan verliert die Basta nach über 20 Jahren ihr wohl bekanntestes Gesicht. «Sie war eine wichtige Person für die Partei», räumt Basta-Präsident Oliver Bolliger ein. «Es ist aber nicht unser Untergang. Wir haben viele junge Menschen, die eintreten und sehr bewegt sind von der aktuellen Weltlage.»

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Kommentare

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15.03.2026 19:22

Sonnenliebe

Top

0 0
22.01.2026 11:13

Yoggi

Das geht in die Hose.

1 4
05.02.2026 18:08

Hoschi

Schauen wir mal, glaube es aber nicht.

2 0

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