
Die Schweizerinnen stehen im WM-Final!
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Das Frauen-Unihockey-Nationalteam gewinnt an der Weltmeisterschaft den Halbfinal gegen Schweden sensationell mit 6:3. Somit spielen die Schweizerinnen am Sonntag um 16.00 Uhr gegen Tschechien um den WM-Titel.
Die Schweizerinnen starteten druckvoll und voller Zielstrebigkeit in die Partie. Dies bewies Seraina Fitzi in der vierten Spielminute mit einem mutigen Abschluss, der mit dem 1:0 belohnt wurde. Die Schwedinnen zeigten indes ihre Qualitäten und wurden immer wieder gefährlich. Nach einem überstandenen Unterzahlspiel war es aber erneut die Schweizer Offensive, die Akzente setzte. Der Weitschuss von Chiara Gredig fand in der 13. Minute den Weg ins Tor. Drei Minuten später lief Fitzi nach einem genauen Auswurf von Torhüterin Lara Heini allein auf das schwedische Tor und erzielte das 3:0 für die Schweiz. In der 18. Minute konnten allerdings auch die Schwedinnen um Schützin Ellen Rasmussen einen Gegenstoss nutzen und ihren ersten Treffer verbuchen. Die Schweizer Reaktion kam prompt: Norina Reusser liess die schwedische Verteidigung hinter sich und stellte den 3-Tore-Vorsprung wieder her.
Im zweiten Drittel blieb der Spielcharakter weitgehend unverändert. Die Schwedinnen kamen zwar weiterhin zu vielen Abschlüssen, fanden allerdings kein Rezept gegen die Schweizer Defensive und Torhüterin. Unterdessen setzte die Schweiz ihren Spielplan konsequent um und hielt das Spielgeschehen unter Kontrolle. Das einzige Ausrufezeichen im zweiten Abschnitt setzte Reusser in der 25. Minute: Ihr hoher Pass in den Slot wurde von einer Schwedin zum 5:1 ins eigene Tor abgelenkt.
Wie bei einem 4-Tore-Rückstand zu erwarten, agierten die Schwedinnen im letzten Drittel mit viel Druck aufs Schweizer Tor. Aber auch die Schweizerinnen konnten weiterhin gefährliche Momente kreieren: In der 49. Minute konterte Fitzi und bediente Anja Wyss mit einem Querpass, die das 6:1 für die Schweiz erzielte. Die Schwedinnen reagierten sofort und ersetzten ihre Torhüterin mit einer sechsten Feldspielerin. «In dem Moment musste ich kurz an Neuenburg denken, als wir die Wende noch geschafft hatten. Da dachte ich mir: ‘Nein, ich will nicht auf der anderen Seite stehen. Ich halte einfach so lange wie möglich dicht, dann kommt das gut'», sagte Torhüterin Heini nach dem Spiel.
Nach dem schwedischen Timeout wurde der Druck der Schwedinnen nochmals grösser, so dass sich Heini doch nochmals bezwingen lassen mussten. In der 56. und 58. Minute verkürzten die 11fachen Weltmeisterinnen auf 3:6. Dann lief den Schwedinnen jedoch die Zeit davon und die Schweizerinnen hielten den Spielstand bis zum Schlusspfiff. Damit besiegelten sie den ersten Sieg gegen Schweden an einer Weltmeisterschaft und der insgesamt dritte im 71. Duell. Schweden gewann seit 2007 neun Mal in Serie den WM-Titel. «Die Energie und die Leidenschaft, die wir auf den Platz gebracht haben, haben schlussendlich den Unterschied gemacht. Wir wussten, dass wir das brauchen, um sie zu schlagen, und genau das ist uns gelungen.“
Die Schweizerinnen stehen erstmals seit der Heim-WM 2019 im Endspiel. Dort treffen sie auf die Tschechinnen. Die Gastgeberinnen bezwangen Finnland im Halbfinal mit 1:0 und qualifizierten sich erstmals überhaupt für den WM-Final. (sda/lap)
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spalen
ein wirklich überraschender erfolg! jetzt viel glück für das finale