Ein Basilisk und viele Lichteffekte: Damien Fontaine entführt das Publikum ins 19. Jahrhundert
Johanna Samland
In der Elisabethenkirche findet zurzeit ein Spektakel der besonderen Art statt. Eine Multimedia-Show des französischen Regisseurs Damien Fontaine verbindet Historisches mit der Legende um den Basilisken.
In «La légende oubliée de Bâle», die vergessene Legende von Basel, geht es um die Legende vom Basilisken. «Die Show wurde extra für Basel konzipiert», so Damien Fontaine, der Regisseur der Show, der internationale Erfolge mit seinen avantgardistischen Shows feiert. Es gehe es nicht darum, die Geschichte der Stadt zu erzählen, vielmehr solle der Fokus auf dem Basilisken liegen. Umgesetzt wird das Ganze in einer Multimedia-Show. Im Basel des 19. Jahrhunderts treffen Christoph und Margaretha auf den Basilisken, der in den Tiefen des Rhein erwacht. Dass die Show in der Elisabethenkirche gezeigt wird, ist kein Zufall, verrät Fontaine.
Wer waren Christoph und Margaretha
In der Multimedia-Show lässt Damien Fontaine «Christoph und Margaretha» auftreten. Angelehnt sind die beiden an die historischen Personen Christoph und Margaretha Merian, die Gründer der Christoph Merian-Stiftung, die im 19. Jahrhundert lebten und in der Margarethenkirche beigesetzt wurden.
So entstand die Idee zur Show
In Basel sieht man vielerorts Basilisken. Trotz ihrer Sichtbarkeit bekommt die mittelalterliche Basilisken-Legende nicht viel Aufmerksamkeit, findet Damien Fontaine. In seiner Show will er das ändern, und stellt den Basilisken in den Mittelpunkt.

Fontaine erzählt, dass er seine Shows immer auf die Orte, an denen sie gezeigt werden, abstimmt. Dabei lasse er sich jeweils von der Geschichte und lokalen Traditionen und Bräuchen inspirieren.
In der einstündigen Show stecken 7’000 Stunden Arbeit
Ähnlich wie der Basilisken-Legende ergeht es auch der Show. Über 80 Prozent der Tickets sind noch nicht verkauft. Es gibt noch über 30’000 freie Plätze. Mit Ticketpreisen, die bei 50 Franken für die einstündige Show anfangen, ist der Besuch nicht ganz kostengünstig. Jérôme Bigeard, der Produzent der Show, erklärt den Preis mit der kostspieligen Multimedia-Technik. «Für die Show braucht man enorm viele technische Mittel, das ist teuer.» Über 120 Künstler:innen und Techniker:innen haben zusammen 7’000 Stunden an der Show gearbeitet, so Bigeard weiter.
Die Show wird noch bis zum 18. Februar in der Elisabethenkirche gezeigt.
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