Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt (und jetzt hört er auf)
Karriere-Ende
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Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt (und jetzt hört er auf)

21.12.2022 15:23 - update 06.02.2023 14:26
Philippe Chappuis

Philippe Chappuis

Nach den Rennen in Kitzbühel ist Schluss. Beat Feuz beendet seine Karriere. Damit tritt einer der ganz grossen in den Speed-Disziplinen zurück.

Das wird ein grosser Abschied. Beat Feuz hat während seiner Karriere so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Gleichzeitig war seine Karriere auch immer wieder von gesundheitlichen Rückschlägen geprägt. Es sei ein «Leben am Limit» gewesen, schreibt Beat Feuz auf Insta: «Nun sagt mir mein Gefühl: die körperlichen Grenzen sind erreicht.

Kampf um die Karriere

Das Verletzungspech hatte im Herbst vor 15 Jahren seinen Anfang genommen. Damals erlitt Feuz im Abfahrtstraining in Zermatt einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten. Knie-Probleme sollten Feuz durch seine gesamte Karriere begleiten. Zwischenzeitlich stand sogar eine Amputation des Unterschenkels oder eine Versteifung des Knies im Raum.

Wäre Feuz dem Rat der Ärzte gefolgt, wäre seine Karriere schon vor langer Zeit zu Ende gewesen. Doch er hatte andere Pläne. Er kämpfte um seine Karriere als Rennfahrer, nahm Strapazen auf sich und betrachtete jeden noch so kleinen Fortschritt als Zeichen für den Weg zurück auf die Pisten. Und für diese Hartnäckigkeit wurde er belohnt. 

Im Kreis der Allerbesten

Mit dem Gewinn von olympischem Gold im vergangenen Februar in Yanqing/Peking setzte Feuz sich die sportliche Krone auf. Vor bald sechs Jahren wurde er in St. Moritz Weltmeister, viermal sicherte er sich die kleine Kristallkugel für den Sieg in der Weltcup-Abfahrts-Wertung. In seinem aktuellen Palmares hat er 16 Weltcup-Siege stehen, 13 in der Abfahrt und drei im Super-G.

Dass er den Weg zurück wieder fand, verdankt Feuz auch seinem immens grossen Talent. Ohne die hohe Begabung wäre es ihm nie und nimmer möglich gewesen, in den Kreis der Allerbesten aufzusteigen.

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