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Erneut Epstein-Dokumente mit Trump-Bezug gelöscht
©Bild: Keystone/U.S. Department of Justice US-Justiz International
USA
International

Erneut Epstein-Dokumente mit Trump-Bezug gelöscht

23.12.2025 13:32

Baseljetzt

Wenige Tage nach der Veröffentlichung Tausender Ermittlungsakten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein hat die US-Regierung Medienberichten zufolge weitere Dokumente ins Netz gestellt und kurz darauf wieder gelöscht.

Die Dateien, die offenbar ebenfalls zu den Ermittlungsakten gehörten, seien am Montagnachmittag (Ortszeit) mehrere Stunden lang auf der Webseite des Justizministeriums zum Download verfügbar gewesen, berichteten die «Washington Post» und «Politico».

Demnach handelte es sich um Tausende Regierungsdokumente und E-Mails sowie Videos der Gefängnisbehörde. Enthalten seien darin unter anderem Details zu Flügen von US-Präsident Donald Trump mit Epsteins Flugzeug. Ausserdem sei ein Austausch zwischen Gefängnisbeamten über Epsteins psychischen Zustand wenige Wochen vor dessen Tod veröffentlicht worden. Die US-Regierung äusserte sich auf Anfrage der Zeitungen zunächst nicht zu der Veröffentlichung.

Gelöschte Dateien sorgen für harte Kritik

Am Freitag hatte das US-Justizministerium nach massivem Druck der Öffentlichkeit und des Parlaments Tausende Dateien auf seiner Webseite hochgeladen, weitere sollten folgen. Die Freigabe erfolgte am letzten Tag einer Frist, die dem Ministerium auferlegt worden war.

Kurz nach der Veröffentlichung wurden mehrere Dateien vorübergehend wieder gelöscht, darunter auch ein Foto von Trump vor seiner Präsidentschaft, auf dem er mit Frauen in Bikinis posiert. Grund für die Löschungen sei der Schutz von Opfern, hiess es aus dem Ministerium. Das Trump-Foto wurde nach einer Überprüfung später wieder veröffentlicht. Aus dem Kongress hagelte es für die unvollständige Veröffentlichung des Materials und die Schwärzung vieler Dokumente Kritik.

Ex-Präsident Clinton oft in den Dateien zu finden

Auf den bislang veröffentlichten Fotos tauchen einige Prominente auf. Neben Rockstar Mick Jagger, dem 2009 gestorbenen Pop-König Michael Jackson und Schauspieler Kevin Spacey ist der frühere US-Präsident Bill Clinton verhältnismässig oft abgelichtet. Immer wieder taucht er auf Fotos auf – zum Beispiel beim Schwimmen im Pool mit Epsteins langjähriger Vertrauten Ghislaine Maxwell. Auf anderen Aufnahmen sieht man ihn ohne erkennbaren Bezug zu ihr oder Epstein.

Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder versucht, die Aufmerksamkeit auf Clinton zu lenken. Dabei behauptete er, dass dieser auf einer Privatinsel Epsteins gewesen sei. Nun schlug er jedoch mildere Töne an. «Wir haben uns immer gut verstanden. Ich respektiere ihn», sagte er am Montag während einer Pressekonferenz in seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida. Er hasse es, nun Fotos von Clinton zu sehen, aber genau das verlangten die Demokraten und ein paar «schlechte» Republikaner. Er denke aber, dass Clinton damit umgehen könne, sagte Trump.

Clinton-Sprecher fordert Veröffentlichung aller Dokumente

Clinton-Sprecher Angel Urena veröffentlichte auf der Plattform X ein Statement, in dem er die US-Regierung aufforderte, unverzüglich das noch vorhandene Material freizugeben, das sich auf Clinton beziehe. Eine Weigerung würde den Verdacht erwecken, dass es dem Ministerium nicht um Transparenz gehe, sondern durch selektive Veröffentlichungen darum, ein Fehlverhalten einzelner Personen zu suggerieren. (sda/lef)

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