
«Ernste Warnung»: China hält neue Militärübung rund um Taiwan ab
Baseljetzt
China hat erneut eine grossangelegte Militärübung rund um Taiwan begonnen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das chinesische Militär berichtete, habe das Manöver «Mission Gerechtigkeit 2025» begonnen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Sprecher des chinesischen Militärs bezeichnete die Übungen als «ernste Warnung» an «separatistische» Kräfte
- Es handelt sich um das grösste chinesische Manöver vor Taiwan seit April
- Die Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und droht mit dem Einsatz des Militärs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege gelingen
Geübt werde in Luft- und Seegebieten rund um Taiwan. Im Fokus stünden Patrouillen zur Gefechtsbereitschaft, das Erlangen umfassender Überlegenheit sowie die Blockade wichtiger Häfen und Gebiete.
Taiwans Verteidigungsministerium teilte mit, dass bis Montagnachmittag (Ortszeit) 89 Militärflugzeuge und Drohnen, 14 Kriegsschiffe und 14 Schiffe der Küstenwache Chinas rund um die Insel im Einsatz gewesen seien.
Ein Sprecher des chinesischen Militärs bezeichnete die Übungen als «ernste Warnung» an «separatistische» Kräfte. Sie seien zudem eine «legitime und notwendige» Massnahme zur Wahrung der chinesischen Souveränität und nationalen Einheit, hiess es. Auch für Dienstag wurden weitere Schiessübungen in fünf ausgewiesenen Zonen rund um Taiwan angekündigt. Unbeteiligte Schiffe und Flugzeuge sollten diese Bereiche meiden.
Chinas Aktivitäten werden nach Angaben der taiwanischen Luftfahrbehörde am Dienstag voraussichtlich mehr als 100.000 Passagiere internationaler Flüge beeinträchtigen. Zudem würden mehr als 80 Inlandsflüge gestrichen.
Grösste Übung seit April
Es handelt sich um das grösste chinesische Manöver vor Taiwan seit April. Es folgt auf neue Spannungen mit den USA, nachdem Washington ein grosses Waffenpaket für Taiwan bekanntgegeben hatte.
Externe Kräfte, die Taiwan bewaffnen, würden die Taiwanstrasse in eine gefährliche Lage treiben, sagte ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums nach Beginn des Manövers. Jede böswillige Handlung, die darauf abziele, eine rote Linie zu überschreiten, werde auf entschlossene Gegenmassnahmen Chinas stossen.
Taiwan verurteilt Manöver
Chinas Armee übt nahezu täglich mit Kriegsschiffen und Militärflugzeugen in der Region. Peking zählt die Inselrepublik zu seinem Territorium, obwohl sie seit Jahrzehnten eine von Peking unabhängige und demokratisch gewählte Regierung hat. Die Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und droht mit dem Einsatz des Militärs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege gelingen.
Taiwan verurteilte die erneuten chinesischen Militäraktivitäten scharf. Chinas Vorgehen untergrabe die Sicherheit und Stabilität in der Region und stelle eine offene Herausforderung für internationales Recht und die internationale Ordnung dar, erklärte eine Sprecherin des Präsidialamts. Die taiwanischen Streitkräfte und Sicherheitsbehörden seien über die Lage umfassend informiert und vorbereitet. (sda/vaz)
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