
Erstmals eine Alpenfledermaus im Baselbiet entdeckt
Leonie Fricker
Erstmals wurde im Baselbiet eine Alpenfledermaus nachgewiesen. In Liesberg wurde Mitte Juli ein geschwächtes Jungtier entdeckt. Die Art ist eine von vielen gefährdeten Fledermausarten.
Auf einem Firmengelände in Liesberg wurde im Juli ein geschwächtes Alpenfledermaus-Jungtier gefunden. Die Fledermaus ist die erste ihrer Art im Kanton Basel-Landschaft, wie die Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) am Dienstag mitteilt.
Wegen seines Zustands wurde das Tier in eine lokale Fledermauspflegestation gebracht, wo es versorgt wurde. Dort wurde dann auch seine Art bestimmt – im Lateinischen Hypsugo savii. Dadurch konnten im Kanton Basel-Landschaft inzwischen 20 von insgesamt 30 in der Schweiz vorkommenden Fledermausarten nachgewiesen werden.
Die Verbreitung der Alpenfledermaus erstreckt sich über den gesamten Mittelmeerraum bis in den Nahen Osten. In der Schweiz kommt sie vorwiegend in den Kantonen Wallis und Tessin vor, hat sich in den letzten 30 Jahren jedoch nach Norden ausgebreitet.
Eine von vielen gefährdeten Arten
Mittlerweile ist sie im Laufental angekommen, wo die Fledermausart optimale Lebensbedingungen vorfindet. Unterschlupf findet sie vorwiegend in Felsspalten, gelegentlich auch in Gebäuden, Brücken oder Bäumen. Von den 20 bekannten Fledermausarten im Baselbiet sind gemäss der «Roten Liste» 16 als gefährdet eingestuft. Auch die Alpenfledermaus gehört dazu: Laut der Stiftung Fledermausschutz gilt sie als «potenziell gefährdet».
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Sonnenliebe
Eine äusserst spannende Sache.
Thomy
Interessant