
Gegnercheck: Das ist der FC Salzburg
Yannick Fuhrer
Im zweitletzten Spiel der Europa-League-Ligaphase trifft der FCB auswärts auf den FC Salzburg. Mit wem kriegt es Rotblau da genau zu tun? Wir stellen den Gegner etwas genauer vor.
Der Verein wurde 1933 als SV Austria Salzburg gegründet und spielte jahrzehntelang im österreichischen Profifussball. 1994 gewann Salzburg erstmals die nationale Meisterschaft und erreichte im selben Jahr den Final des Uefa-Cups. 2005 kaufte die Red-Bull-Gruppe den Klub, änderte den Namen zu FC Red Bull Salzburg, die Farben zu Rot-Weiss und baute die Marke international aus.

Vielen Fans passte dieses Vorhaben überhaupt nicht. Die Tradition ging verloren, der Klub hatte keine eigene Identität mehr und für viele Fans wurde der Verein als Marketingprodukt missbraucht. Ein Teil der Fans spaltete sich deshalb ab und gründete Austria Salzburg neu, um die alte Tradition weiterzuführen. Während man in Salzburg bis dato drei Meistertitel feiern konnte, kamen seit der RB-Übernahme 14 weitere Meistertitel dazu. Von der Saison 2013/14 bis zur Saison 2022/23 ging der Meistertitel immer nach Salzburg, sprich ganze zehn Mal am Stück. In den letzten beiden Saisons mussten sich die Salzburger aber jeweils gegen Sturm Graz geschlagen geben.
Top Nachwuchsförderung
Positiv hervorzuheben, ist seit der Red-Bull-Übernahme die Jugendarbeit. Der Verein ist bekannt für eine intensive Jugendförderung und den Aufbau von Talenten aus eigenen Akademien und internationalen Partnern. Viele Stars haben hier ihre Karriere begonnen, bevor sie zu grösseren europäischen Klubs wechselten. Unter anderem waren dies: Erling Haaland (Manchester City), Sadio Mané (ehemals Liverpool) , Naby Keita (ehemals Liverpool), Dayot Upamecano (FC Bayern), Marcel Sabitzer (ehemals Bayern, heute Dortmund), Dominik Szoboszlai (Liverpool), Karim Adeyemi (Dortmund), Benjamin Sesko (Manchester United).
Weiterhin viele junge Talente im Kader
Zwar hat RB in den letzten zwei Jahren an Dominanz eingebüsst, trotzdem geht man den Weg mit vielen jungen Talenten weiter. Das Durchschnittsalter des Teams beträgt momentan 22,8 Jahre. Somit hat man das klar jüngere Kader als der FC Basel, dessen Durschnitt 24,2 Jahre beträgt. Auf dem Papier hat Salzburg das bessere Kader mit einem Wert von 115,7 Millionen Euro, während der FCB-Kader auf einen Gesamtwert von 69,7 Millionen kommt.
Basel muss, Salzburg kann nicht mehr
In der Liga steht Salzburg momentan auf Platz 1. Doch in Europa war es bisher eine Kampagne zum Vergessen. Während der FC Basel noch die Möglichkeit hat, sich für die nächste Runde zu qualifizieren, ist Salzburg mit nur vier Punkten bereits ausgeschieden. Salzburg kann also ohne Druck spielen und das Spiel als Vorbereitung für die Meisterschaft nehmen, während der FCB in Österreich zwingend punkten muss.
Wichtigste Spieler

Mads Bidstrup (Zentrum)
Seit 2025 trägt der Däne die Captainbinde bei Salzburg. Bidstrup spielt hauptsächlich im zentralen oder defensiven Mittelfeld. Er ist stark in der Ballzirkulation, im Pressing und in der Raumdeckung, was ihm hilft, das Spiel zu strukturieren und den Gegner unter Druck zu setzen.

Joane Gadou (Innenverteidigung)
Der Franzose gilt als Top-Talent, ist sehr gross, athletisch und zweikampfstark und bringt für sein Alter schon gute Ruhe am Ball mit. Mittlerweile ist er zum Stammspieler herangereift.

Edmund Baidoo (Sturm)
Der 19-jährige Stürmer aus Ghana ist nach dem Abgang von Top-Torschütze Petar Ratkov der Topscorer im Team. In 16 Ligaspielen hat er fünf Tore erzielt und weitere vier vorbereitet. Baidoo ist ein sehr schneller, explosiver Offensivspieler, der am liebsten in die Tiefe startet. Seine grössten Stärken sind das Tempo, das Dribbling im Eins-gegen-Eins und der Abschluss aus kurzer Distanz. Er passt perfekt zu Salzburgs Spiel: hohes Pressing, direkte Läufe, viel Intensität.

Alexander Schlager (Torwart)
Alexander Schlager ist ein moderner, zuverlässiger Torwart und langjährige Nummer 1 bei FC Red Bull Salzburg. Er überzeugt durch starke Reflexe, gutes Stellungsspiel und Ruhe am Ball.
Besonders wichtig ist seine Beteiligung am Spielaufbau und seine Führungsrolle in der Abwehr. Seit Sommer 2023 ist er auch die Nummer 1 in der österreichischen Nationalmannschaft, die EM in Deutschland verpasste er aber aufgrund einer Knieverletzung.

Stefan Lainer (Aussenverteidigung)
Lainer ist der erfahrenste Spieler im Team. Er spielte von 2015 bis 2019 bereits für seinen Jugendclub, bevor er dann zu Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga wechselte. Seit dem letzten Sommer ist er wieder zurück bei seinem Heimatclub. Er besticht durch konstante Defensivarbeit, Laufstärke und gute Flankenläufe. Lainer ist kommunikativ, ein stabiler Anker hinten und bringt viel Erfahrung ins Team ein. Momentan ist er aber verletzt.
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