
Gewalt gegen Friedensnobelpreisträgerin im Iran
Baseljetzt
Nach Angaben von Familienmitgliedern haben iranische Sicherheitskräfte bei der jüngsten Verhaftung der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi massive Gewalt angewendet.
In einem kurzen Telefonat habe Mohammadi ihren Angehörigen mitgeteilt, sie habe infolge der Misshandlungen zweimal im Spital behandelt werden müssen. Zudem sei ihr angedroht worden, dass auch ihre Angehörigen bald in Gefahr geraten könnten, schrieben die Familienmitglieder auf der Plattform X.
Sie wisse weder, welches Sicherheitsorgan sie und die anderen Menschenrechtsaktivisten verhaftete, noch wo genau sie derzeit festgehalten werden. Von ihren Anwälten forderte sie demnach eine sofortige Aufklärung der Lage. Die Angaben von Mohammadis Familienangehörigen lassen sich bislang nicht unabhängig verifizieren.
40 weitere Aktivistinnen und Aktivisten festgenommen
Mohammadi – und Berichten zufolge rund 40 weitere Aktivistinnen und Aktivisten – waren am Freitag bei einer Gedenkveranstaltung für einen Menschenrechtsanwalt in Maschhad im Nordosten des Landes festgenommen worden. Sie hatten zuvor scharfe Parolen gegen die Führung des islamischen Landes gerufen.
Das Norwegische Nobelkomitee sowie mehrere westliche Regierungen kritisierten die Festnahme Mohammadis scharf und forderten ihre umgehende Freilassung. Mohammadi war 2023 für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. (sda/ana)
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