
Im Kampf gegen Fachkräftemangel: Unispital setzt auf Ausbildung und Rekrutierung
Larissa Bucher
Das Universitätsspital Basel versucht verstärkt, mit internen Ausbildungen und Rekrutierungen gegen den Fachkräftemangel anzukämpfen. Über 200 neue Mitarbeitende konnten so im letzten Jahr gewonnen werden.
Das Unispital beschäftigte Ende 2022 8’114 Mitarbeitende. Das sind 203 Personen mehr als letztes Jahr. So befanden sich laut Jahresbericht 921 Personen in Ausbildung. Damit, und mit einem Teuerungsausgleich von drei Prozent, will das Spital dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Auch die Anstrengungen im Bereich der Rekrutierung würde deutlich verstärkt werden. Das sei jedoch besonders schwierig auf dem momentan angespannten Arbeitsmarkt.
Die Nachfrage nach Behandlung von Patientinnen und Patienten am USB sei in den ersten Monaten 2023 ungebremst angestiegen, heisst es weiter. Diese steigende Nachfrage würde den Druck auf das Personal, die Infrastruktur und die Finanzlage des USB zusätzlich erhöhen. In der näheren Zukunft seien hohe Investitionen in das Personal, die Digitalisierung und die Infrastruktur zwingend notwendig.
Gewinn trotz finanzieller Herausforderungen
Insgesamt wurden 41’703 Patientinnen und Patienten stationär im Unispital behandelt. Das sind 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Das USB setzte mit seinen Leistungen 1,31 Milliarden Franken um, wie es in der Mitteilung heisst. Im Vorjahr waren es 1,27 Milliarden. Der Anstieg sei als Erfolg zu werten in einem Jahr, das für die Spitallandschaft eine finanzielle Herausforderung darstellte. Das Universitätsspital Basel (USB) schreibt für das Jahr 2022 einen Gewinn von 5,6 Millionen Franken.
Im Vorjahr betrug der Unternehmensgewinn noch 25,8 Millionen Franken. Die Teuerung, die steigenden Energiepreise und die Materialkosten haben das Ergebnis belastet, wie das USB am Donnerstag mitteilte.
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PJPM
Und wenn man nun in der Pflege aufgrund der Ausbildung auch auf die Löhne setzt, wer weiss, vielleicht können dann ja die vielen Corona-Abgänge kompensiert werden.