
In Baselland wird eine Windkraft-Petition eingereicht
Johanna Samland
In Liestal will eine Petition frischen Wind in den Ausbau der erneuerbaren Energien bringen. Sie will administrative Hürden abbauen und Genehmigungsverfahren für Windanlagen beschleunigen.
Am Donnerstag reichte Pro Wind Nordwestschweiz in Liestal die Petition «Windkraft kann’s!» mit 800 Unterschriften ein, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Ziel der Petition ist es, die Bewilligungsverfahren für Windkraftanlagen zu beschleunigen. Obwohl bereits vor über 15 Jahren erste Windstandorte in Baselland festgelegt wurden und viel Geld in die Planung der Anlagen investiert wurde, wurde bislang kein einziges Baugesuch eingereicht, so die Initianten. Der Grund dafür seien hohe administrative Hürden.

Windkraft soll für mehr Versorgungssicherheit sorgen
Die Petition stösst bei Politikern von der SP, den Grünen und den Grünliberalen Baselland auf Anklang. Sie betonen die Rolle, die Windkraft bei der Versorgungssicherheit spielen kann. «Die Windenergie leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zur Versorgungssicherheit – insbesondere im Winter», wird Thomas Noack (Landrat SP) in der Mitteilung zitiert.
Die Initianten der Petition halten Investitionen in Windkraft für entscheidend bei der Umstellung auf erneuerbare Energie. Momentan werden vor allem neue Solaranlagen und Wasserkraftwerke gebaut, die vor allem im Sommer Strom produzieren, sodass im Winter eine Lücke entsteht, teilen sie mit. Mit Windkraft könne man diese Lücke schliessen, weil dort zwei Drittel der Energie im Winter gewonnen werde, wenn Solaranlagen und Wasserkraftwerke weniger Energie produzieren.
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flokii
Wer sich für Windkraftanlagen ausspricht, sollte sich mal vor Ort solch eine Anlage ansehen, und zwar wenn sie in Betrieb ist. Der Lärm, den solch eine Anlage verursacht, ist enorm. Hinzu kommt noch die Verschandelung und Zerstörung der Umwelt. Das ist mit einer “Versorgungslücke”, die vom Wind, der ja nicht immer weht, geschlossen werden soll, nicht zu rechtfertigen.