Kälte und Schnee macht ganz Europa zu schaffen
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Winterwetter
International

Kälte und Schnee macht ganz Europa zu schaffen

06.01.2026 12:51 - update 06.01.2026 12:53

Baseljetzt

Das harsche Winterwetter macht den Menschen in ganz Europa weiter zu schaffen. In zig Ländern kämpfen die Flughäfen sowie die öffentlichen Verkehrsmittel mit Schnee.

Niederlande: nahezu Totalausfall des nationalen Zugverkehrs

Kälte und Schnee macht ganz Europa zu schaffen
Bereits über 350 Flüge wurden am Flughafen Schiphol am Dienstag annuliert. Bild: Keystone

Bis um 10.00 Uhr standen im ganzen Land die Züge der niederländischen Bahn still. Kurz danach lief der Zugverkehr langsam wieder an. Das Winterwetter sorgt zudem auf den Strassen und am Amsterdamer Grossflughafen Schiphol weiter für Probleme. Bereits rund 350 Flüge sind laut dem Flugverfolgungsdienst Flightradar24 annulliert worden.

Frankreich: Wetterbedingte Unfälle fordern mindestens fünf Tote

Auch Frankreich hat weiterhin mit Schnee und Eis zu kämpfen. In vielen Departements fuhren keine Schulbusse, nachdem es teils kräftige Schneefälle gegeben hatte. Auch der Zugverkehr war in manchen Regionen gestört.

Am Flughafen in Nantes im Westen des Landes wurde der Flugverkehr eingestellt, während es an den Pariser Flughäfen weiterhin Ausfälle gab. Auf den Strassen und Autobahnen rund um Paris, wo sich am Montagnachmittag der Verkehr noch auf rund 1’000 Kilometern Länge gestaut hatte, entspannte sich die Lage zwar. Dennoch wurden nach einer ersten Bilanz fünf Tote bei wetterbedingten Unfällen gemeldet.

Grossbritannien: Hunderte Schulen geschlossen

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Auch Grossbritannien wird vom Schnee heimgesucht. Hier das Schloss Bamburgh. Bild: Keystone

In Grossbritannien ist es weiterhin kalt und es schneit. In Schottland bleiben Hunderte Schulen geschlossen, in Glasgow fuhren die U-Bahnen am Morgen nicht, weil die Stromschienen vereist waren. In vielen Teilen des Vereinigten Königreichs gelten weiterhin Schnee- und Eiswarnungen, der Wetterdienst warnt vor heftigen Schneefällen für diese Woche, vor allem im Süden.

Skandinavien: Bevölkerung soll aufgrund von Schneesturm zu Hause bleiben

Neue Schneefälle und bis zu minus 40 Grad im Norden des Landes gibt es in Schweden. In Dänemark forderte der Rettungsdienst Falck die Menschen in Nordjütland in Erwartung eines Schneesturms auf, am Mittwoch zu Hause zu bleiben. Wer sich doch herauswagt, sollte eine Schaufel dabeihaben, um das Auto frei graben zu können.

Tschechien: In Prag sind zehntausende Einwohner ohne warmes Wasser und Heizung

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Mehrere zehtausend Einwohner waren in Prag ohne warmes Wasser und Heizung aufgrund einer defekten Fernwärme-Leitung. Bild: Keystone

Auch in Tschechien herrscht weiter klirrende Kälte. Im Böhmerwald nahe der Grenze zu Bayern wurden am Morgen Temperaturen um minus 25 Grad gemessen. Nirgendwo im Land sollte das Quecksilber in den nächsten Tagen über den Gefrierpunkt steigen, wie aus der Vorhersage des staatlichen Wetterdienstes hervorging. In Prag waren Zehntausende Einwohner wegen einer defekten Fernwärme-Leitung vorübergehend ohne Heizung und warmes Wasser.

Freuen können sich die Wintersportler: Aufgrund der Schneefälle herrschen auf vielen Pisten in den Mittelgebirgen Tschechiens ideale Bedingungen zum Skifahren.

Spanien: schlecht isolierte Wohnungen führen zu Problemen

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Ein untypisches Bild: Schnee in Toledo in Spanien. Bild: Keystone

In Spanien, das im Sommer regelmässig mit Hitzerekorden Schlagzeilen macht, bibbern die Menschen nun in vielen Regionen bei Minusgraden in ihren oft nicht so gut wärmeisolierten Wohnungen. In Madrid und auch in höheren Lagen der Ferieninsel Mallorca liegt Schnee. Manche Strassen in den Pyrenäen und in anderen Gebirgsregionen des Landes waren nur mit Schneeketten zu befahren.

Dort könnte es auch in der Nacht auf Dienstag bis zu minus 10 Grad kalt werden. Die Wetterbehörde Aemet gab wegen Schnee, Kälte und teilweise stürmischen Winden Warnungen für weite Bereiche des Landes heraus. (sda/sih)

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