
Flugzeug mit libyschem Generalstabschef Mohammed al-Haddad in der Türkei abgestürzt
Baseljetzt
Knapp eine Stunde nach dem Start in Ankara ist ein Flugzeug, in welchem der libysche Generalstabschef Mohammed al-Haddad sass, abgestürzt.
Der Kontakt zu dem Business-Flugzeug sei etwa nach 40 Minuten Flugzeit abgebrochen, teilte der türkische Innenminister Ali Yerlikaya auf X mit. Zuvor sei eine Notlandemeldung eingegangen. Um 18:33 Uhr ist das Flugzeug vom Flugzeugradardienst Flightradar24 verschwunden. Um 21 Uhr bestätigte Innenminister Ali Yerlikaya den Flugzeugabsturz auf X. Die Trümmer der Maschine seien etwa 80 Kilometer südlich der türkischen Hauptstadt gefunden worden, teilte der türkische Innenminister Ali Yerlikaya auf X mit.

Libyschen Medienberichten zufolge waren neben Generalstabschef al-Haddad auch dessen Berater und weitere ranghohe Militärs an Board der Maschine. Sie gehören der Regierung von Ministerpräsident Abdel Hamid Dbaiba mit Sitz in Tripolis an, die mit der Regierung in Ost-Libyen verfeindet ist. Al-Haddad war zu einem offiziellen Treffen in der Türkei gewesen, wie türkische und libysche Medien berichteten. Die Türkei gilt als wichtigster Unterstützer der Regierung in Tripolis.

In Libyen tobte nach dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 viele Jahre ein Bürgerkrieg. Heute ist das nordafrikanische Land, in dem Milizen und ausländische Staaten weiter um Macht und Ressourcen ringen, faktisch gespalten. Im Westen sitzt die Dbaiba-Regierung, im Osten die verfeindete Regierung von Ministerpräsident Osama Hammad, die vom abtrünnigen General Chalifa Haftar sowie von Russland unterstützt wird. (sda/sih)
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