Künstliche Intelligenz als neues Werkzeug revolutioniert die Kunstszene
©Bild: Tristan Schulze
Museumsnacht
Basel-Stadt

Künstliche Intelligenz als neues Werkzeug revolutioniert die Kunstszene

20.01.2024 19:50 - update 21.01.2024 13:17

Janine Borghesi

Das HEK setzte an der Museumsnacht auf den «Superbooth», welcher künstliche Intelligenz nutzt. Für viele Künstler:innen ist KI als Werkzeug nicht mehr wegzudenken. Wer mithalten will, muss sich anpassen.

Die Besuchenden des Haus der Elektronischen Künste haben an der Museumsnacht ein Selfie nach dem anderen geknipst. Der «Superbooth» im Untergeschoss verwandelte die Fotos innerhalb von Sekunden in verrückte Motive. Dabei konnte man selbst auswählen, in wen man sich verwandeln wollte.

Von den Simpsons über Twilight bis hin zu Trump: In der Bildergalerie könnt ihr euch selbst von den Ergebnissen des Superbooths überzeugen.

Keine Ausstellung ohne künstliche Intelligenz

Das Haus der Elektronischen Künste hat an der Museumsnacht auf künstliche Intelligenz gesetzt, da die Bedeutung der Technologie in der Kunstszene immer grösser wird. «KI begleitet uns schon sehr lange. Wir haben 2019 schon eine Ausstellung dazu gehabt und seither hatten wir keine einzige Ausstellung, an welcher keine KI dabei war», erklärt Sabine Himmelsbach, Direktorin des HEK.

Die meisten Künstler:innen sehen KI als neues Werkzeug für ihre Arbeit. So auch der Schöpfer des Superbooths Tristan Schulze. Gemäss dem Künstler müsse jede neue Technologie, die auftaucht, eingeordnet werden. «Das heisst nicht, dass Künstler diese Technologie einordnen, aber Künstler sind ein Spiegel. Und der Spiegel, den Künstler bieten können, ist immer auf die Gesellschaft gerichtet. Das heisst, wenn ich eine Technologie habe und diese gut einsetze, macht das was mit Leuten», erläutert Schulze.

Bewegungslose Künstler sind obsolet

Jedoch bringt künstliche Intelligenz nicht für jede Künstlerin oder jeden Künstler Vorteile. Laut Schulze sei die Technologie vor allem für Künstler:innen, die sich nicht bewegen, gefährlich: «Die Künstler, die sich nicht bewegen sind sowieso relativ obsolet. Da lehne ich mich jetzt relativ weit aus dem Fenster», lacht Schulze.

«Ich glaube einfach, dass eine neue Technologie immer Veränderungen mit sich bringt. Man muss da einfach mitziehen, man kann das nicht ignorieren», erklärt er weiter.

Das Haus der Elektronischen Künste wird ihre Angebote zur künstlichen Intelligenz weiterführen und gegebenenfalls sogar ausbauen. Am 9. Februar findet beispielsweise ein «Prompt-Battle» statt, an welchem acht Personen gegeneinander antreten und Bildbeschreibungen, sogenannte Prompts, schreiben. Danach werden die Bildbeschreibungen in OpenAIs KI-gestützte Text-zu-Bild Software eingetippt und diese macht daraus Fotos, Bilder und Illustrationen. Schliesslich entscheidet das Publikum, wer das kreativste, lustigste oder schönste Bild generiert hat.

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