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Kosten für neuen Verwaltungsbau in Liestal verdoppeln sich
©Bild: Keystone
Bauprojekt
Baselland

Kosten für neuen Verwaltungsbau in Liestal verdoppeln sich

15.01.2026 13:15 - update 15.01.2026 14:30

Baseljetzt

Der Baselbieter Landrat bewilligt rund 6 Millionen Franken Mehrkosten für einen neuen Verwaltungsbau in Liestal. Bei den Bürgerlichen sorgte die nachträgliche Budget-Aufstockung für Kritik.

Der Baselbieter Landrat hat am Donnerstag zusätzliche Ausgaben für die Projektierung eines neuen Verwaltungsgebäudes auf dem Kreuzboden-Areal Liestal bewilligt. Er sprach sich mit 61 zu 20 Stimmen bei 1 Enthaltung für eine Erhöhung von rund 7,6 auf rund 13,6 Millionen Franken aus.

SVP wirft Verwaltung Fehlplanung vor

Die SVP stellte sich als einzige Fraktion gegen die Vorlage. Matthias Ritter kritisierte, dass die Verwaltung zu spät über die Mehrkosten informiert habe und Peter Riebli warf der Verwaltung vor, mit den falschen Leuten falsch geplant zu haben.

Die FDP stimmte «zähneknirschend» zu, wie Fraktionssprecherin Christine Frey sagte. Sie fragte sich, ob der Kanton mit einem Holzbau als Vorbild vorangehen müsse und sagte, nachträgliche Budget-Aufstockungen in dieser Grössenordnung seien in der Privatwirtschaft «schlichtweg nicht möglich».

Margareta Bringold von der GLP betonte, dass die Verwaltung ihre Lehren aus dem Projekt ziehen müsse. Simon Oberbeck sagte für die Mitte, es sei klar, dass man sich kritisch mit dem Projekt auseinandersetze, aber man solle es nicht grundsätzlich in Frage stellen.

Aus Sicht von Urs Kaufmann (SP) befänden sich die Mehrkosten in einem überschaubaren Rahmen und das Projekt sei «gut unterwegs». Seine Partei stellte sich hinter die Vorlage, wie auch die Grünen, auch wenn beide nicht glücklich mit der Kostenüberschreitung waren.

Zunächst 6 Millionen Franken bewilligt

Die Regierung begründet die höheren Projektierungskosten mit der Baukostenteuerung, der Erhöhung der Mehrwertsteuer und gestiegenen Anforderungen an das Projekt, wie es in ihrer Vorlage steht. Der Landrat hatte im August 2020 eine einmalige Ausgabe von sechs Millionen Franken deutlich bewilligt.

In der Vorberatung der Bau- und Planungskommission war kritisiert worden, dass die Verwaltung die Kosten unterschätzt habe, wie es in ihrem Bericht heisst. Dennoch habe die Kommission das Projekt für gut befunden und hatte sich mit 10 zu 2 Stimmen ohne Enthaltung für die erneute Ausgabenbewilligung ausgesprochen.

Das Projekt sieht einen neuen Verwaltungsbau auf dem Kreuzboden-Areal vor, in dem 560 Arbeitsplätze für zwei Direktionen entstehen sollen, wie die Regierung schreibt. Dies solle eine Sanierung der bisherigen, «nicht mehr zeitgemässen Verwaltungsgebäude» und eine Straffung der Verwaltung ermöglichen. (sda/lef)

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Kommentare

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16.01.2026 00:16

Mondliebe

Diese Verschwendung von Steuergeldern ist ein absoluter Skandal!

5 2
17.01.2026 19:19

Hoschi

Dies teile ich überhaupt nicht.

2 0
15.01.2026 14:41

Vindi

Kann ja wohl nicht wahr sein!!!! Und bei uns Bürgern gibt es Sparmassnahmen

7 3

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