
Lille-Fans sorgen in Bern für Ärger
Baseljetzt
Am Donnerstag kam es in Bern vor dem Fussballspiel von LOSC Lille gegen YB zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Lille-Fans. Die Polizei setzte Gummischrot ein.
Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete, zogen wenige hundert Fussballfans, einige davon vermummt, ab 16.30 Uhr durch die Berner Innenstadt und von dort vor die Reitschule. Mehrere Polizisten in Vollmontur und ein Wasserwerfer schützten das autonome Kulturzentrum vor den Fans.
Die Polizei setzte Gummischrot ein. Die Fans zündeten auf dem Weg Richtung Wankdorfstadion Rauchpetarden, Feuerwerk und Böller.
Laut Polizei kam es vereinzelt auch zu verbalen Provokationen gegen Drittpersonen. Zudem sei eine Flasche gegen ein Restaurant geworfen worden. Hinweise auf Verletzte oder Sachbeschädigungen lagen der Polizei zunächst nicht vor.
Ziel des Fanmarsches war das Europa-League-Spiel YB gegen Lille. Der BSC YB rechnete mit zirka 850 Gästefans.
Lille-Fans drangen offenbar in Reitschule ein
Bereits in der Nacht auf Donnerstag hatten die Fans von Lille in Bern für Ärger gesorgt. Die Polizei bestätigte gegenüber Keystone-SDA eine Auseinandersetzung im Innern der Reitschule. Danach habe sich eine Gruppe von zirka 50 Personen im Bereich Hodlerstrasse/Genfergasse aufgelöst.
Die Reitschule bestätigte den Vorfall auf Anfrage. Eine grössere Gruppe, welche die Mediengruppe der Reitschule als «Neonazis» bezeichnete, sei um Mitternacht in die geschlossene Reitschule eingedrungen und habe Mitarbeitende und Anwesende unvermittelt angegriffen.
Bis am Donnerstagnachmittag waren gemäss der Polizei keine Anzeigen zum Vorfall eingegangen. Auch über verletzte Personen war zunächst nichts bekannt. Die Polizei ermittelt.
Lille-Trainer Bruno Genesio sagte an der Medienkonferenz nach dem Spiel, er kenne die konkreten Vorfälle nicht und könne sie daher nicht kommentieren. Aber er könne sich ungefähr vorstellen, worum es gehe. «Der Verein freut sich über die vielen mitreisenden Fans», fügte er an. Damit das so bleibe, müsse man Ausschreitungen vermeiden. «Sonst drohen Sanktionen, die zuerst die Fans und dann auch die Mannschaft treffen.» (sda/jsa)
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Borki74
schade für das was wirklich zählt
Hoschi
Das ist doch einfach nicht nötig und schade für das wirklich wichtige, das Spiel nämlich.