
Lindt will seine Produkte nicht bei Aldi und Lidl anbieten
Baseljetzt
Die Verkaufsstrategie der Discounter setze andere Anbieter mit einer grösseren Angebotsvielfalt unter Druck. Darum wolle man die Schokolade nicht bei Aldi und Lidl anbieten, so der Lindt-Chef.
Das Geschäftsmodell der Discounter sei ja, sich auf wenige sehr beliebte Produkte zu konzentrieren und diese zum Tiefstpreis anzubieten. Das sei für Lindt ein Problem, weil beispielsweise bei den Lindorkugeln die roten mit Milchschokolade die mit Abstand beliebteste Geschmacksrichtung seien. Aber in einem Supermarkt stünden noch sieben weitere Lindor-Sorten im Regal.
«Wenn ich jetzt die rote Lindor-Kugel an einen Discounter gebe, der die zum Tiefpreis verschleudert, setze ich meine guten anderen Handelspartner unter Druck, auch alle anderen Sorten im Preis zu senken, obwohl die aufgrund der Sortimentsvielfalt deutlich höhere Kosten haben. Das wollen wir nicht», sagte Lechner.
Von einer Stadt-Schokolade zur anderen: Der Lindt-Chef sieht einen neuen Trend
Produktseitig sieht Lechner nach der Dubai-Schokolade bereits den nächsten Hype: Die Tokyo-Style-Schokolade – mit Matcha drin. Derzeit sei diese noch handgemacht; die Idee sei aber, dass sie später mit der Dubai-Schokolade eine Markenfamilie bilde.
«Matcha ist vom Trend sogar noch stärker. Dubai-Schokolade war so ein Peak, da ging die Nachfrage steil nach oben. Bei Matcha steigt die Kurve kontinuierlich», so Lechner.
Es gebe derzeit eine «riesige Fangemeinde für Matchatee: die machen Pilates, gehen zum Yoga und trinken Matcha.» Ihr Fokus liege auf Balance und Achtsamkeit. «Diese Konsumenten werden Interesse an unserer Schokolade haben», glaubt Lechner. (sda/jsa)
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