Nach Angriff auf Krankenhaus: Ukraine greift mehrere russische Regionen mit Drohnen an
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Ukraine-Krieg
International

Nach Angriff auf Krankenhaus: Ukraine greift mehrere russische Regionen mit Drohnen an

09.07.2024 13:05

Baseljetzt

Die Ukraine hat mit Drohnenangriffen auf den jüngsten schweren russischen Raketenbeschuss reagiert. Ganze Drohnenschwärme erreichten Gebiete in Russland. Ein Tanklager von Lukoil in Wolgograd wurde in Brand gesetzt.

Gebietsgouverneur Andrej Botscharow machte dafür Trümmer abgeschossener Drohnen verantwortlich. Diese seien auf das Lager in der Stadt Kalatsch am Don gefallen. Das Feuer werde gelöscht. Ausserdem sei eine Trafostation getroffen worden, sagte er.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht seien 38 ukrainische Kampfdrohnen über den Gebieten Belgorod, Kursk, Woronesch, Rostow und Astrachan abgefangen worden. Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig überprüfbar; das Gebiet Wolgograd tauchte in der Aufzählung nicht auf. Russische Behörden bestätigten aber, dass auf den Verkehrsflughäfen von Wolgograd und Astrachan vorübergehend keine Flugzeuge starten oder landen konnten.

Drohnen sind die Distanzwaffe der Ukraine

Im Verlauf des Vormittags wurden den Moskauer Militärangaben zufolge weitere Drohnen über den Regionen Belgorod und Astrachan abgeschossen. Die Ukraine verteidigt sich seit gut zwei Jahren gegen eine russische Invasion. Weil ihr schwere Distanzwaffen fehlen, versucht sie diesen Mangel durch gezielte Drohnenangriffe wettzumachen. Die Attacken auf russische Raffinerien und Tanklager sollen den Nachschub an Treibstoff für die Armee lähmen.

Die angerichteten Schäden stehen aber in keinem Verhältnis zu den verheerenden Folgen russischer Bombardements auf die Ukraine. Bei dem Angriff russischer Raketen und Marschflugkörper auf Kiew am Montag kamen nach letzter Zählung der städtischen Militärverwaltung 31 Menschen ums Leben und 117 wurden verletzt. Fassungslosigkeit löste der Treffer auf eines der grössten ukrainischen Kinderspitäler aus. (sda/mei)

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09.07.2024 11:22

mil1977

Es ist gut, dass die Balten verstanden haben vorbzubeugen und sich vorzubereiten. Transnistrien schreit nach Russlands Hilfe, Kaukasien nach der Türkei. Der pro-westliche Kurs Moldawiens ist V. Putin ebenfalls ein Dorn im Auge. Das Land ist seit 2022 EU-Beitrittskandidat und pflegt gute Verbindungen zur Nato. Russland hat bereits rund 1.500 Truppen in der Konfliktregion stationiert.
Wann wird Xi Jinping sich trauen, sich Taiwan einzuverleiben, wenn China immer mehr Macht bekommt in der Region. Das ist die grosse Frage. Zudem die Übernahme des gesamten Südchinesischen Meer als eigene Hoheitszone.
Es ist die Achse Iran-Russland-China-Nordkorea-Terrororganisationen gegen den Westen und alle die westlich werden wollen.

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09.07.2024 12:39

Gasser

sehr gute Analyse!!

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