
Nach Barth-Abgang: Steht künftig eine Frau an der Basler FDP-Spitze?
Giulia Ballmer
Johannes Barth tritt per Ende April 2026 als Präsident der FDP Basel-Stadt zurück. Derzeit läuft der Bewerbungsprozess für die freiwerdende Position an der Parteispitze. Dort brauche es frischen Wind.
Die Basler FDP braucht eine neue Parteispitze. Johannes Barth gibt das Präsidium per Ende April ab. Nach fünf Jahren im Amt sei seine Zeit gekommen: «Ich finde, es ist ein guter Zeitpunkt, da wir nächstes Jahr die Nationalratswahlen haben», erkärt Johannes Barth. Er wölle dem neuen Präsidium die nötige Vorbereitungszeit geben, damit «frischer Wind» in die Partei kommen könne, wie Barth betont.
Bewerbungsprozess läuft auf Hochtouren
Wer den Banquier beerben wird, ist noch unklar. Mögliche Kandidat:innen gäbe es aber genug. Da wäre zum Einen der ambitionierte Luca Urgese, der 2024 bei den Ersatzwahlen für den Posten als Bildungsdirektor in der Basler Regierung kandidierte. Er ist aber in der Findungskommision für den Nachfolger oder die Nachfolgerin Barths. Ausserdem war er dessen Vorgänger.
Auch Daniel Seiler könnte eine Option darstellen. Er hat aber gerade erst das Präsidium der Fraktion übernommen und ist mit neuen Aufgaben beschäftigt. Ausserdem sagt er: «Es wird sehr wahrscheinlich auch einen Generationenwechsel an der Spitze geben.»
Er erhofft sich neuen Schwung für die FDP: «Wir sind nicht mehr im National-und Regierungsrat vertreten», erklärt Seiler. Auch für FDP-Präsident Barth brauche es frischen Wind. «Ich denke, es ist Zeit für die Grauhaarigen, Platz für die jungen Leute zu machen.»
Hunziker lässt sich nicht in die Karten blicken
Tamara Hunziker hat vor wenigen Tage ihren Rücktritt als Präsidentin der FDP-Frauen beider Basel bekannt gegeben. Einer Kandidatur sei sie nicht abgeneigt, sie spielt jedoch noch nicht mit offenen Karten: «Ich nehme mir Zeit, um mir Gedanken darüber zu machen und werde dann, wenn die Zeit reif ist, komunizieren», verät die 39-Jährige.
Die wichtigen Themen in dieser Position seien ihr aber sehr bekannt: «Wir haben ein sehr stabiles Fundament, auf dem wir aufbauen müssen». Weiter erklärt Hunziker: «Wir werden bei unseren Kernthemen, wie der Wirtschaft, Finanzen, Wohnen und Bildung, noch aktiver werden und Vorstösse eingeben müssen».
«Es braucht Frauen an der Spitze»
Alexandra Leake, Präsidentin der Jungfreisinnigen Basel-Stadt, sieht die Zukunft der Basler FDP in Frauenhänden: «Es braucht Frauen an der Spitze», sagt Leake gegenüber Baseljetzt. Sie hofft auf Tamara Hunzikers Kandidatur: «Ich würde mich sehr freuen, denn sie bringt frischen Wind und eine Kombination aus verschiedenen wertvollen Erfahrungen». Dies brauche es in einer Partei.
Zu Frauen an der Spitze meinte Hunziker: «Mit den FDP-Frauen beider Basel haben wir eine Frauen-Sektion. Wir haben immer gesagt, dass es nicht ums Geschlecht geht, sondern um die Kompetenz». Nach aussen wäre es aber ein schönes Zeichen. Auch die Jungfreisinnge Alexandra Leake sieht darin ein Signal: «Sie wäre ein Vorbild und kann andere Frauen für die Politik ermutigen».
Johannes Barth kann sich gut vorstellen, dass die Parteispitze künftig in weiblichen Händen liegt: «Tamara Hunziker ist Vizepräsidentin seit vier Jahren, ich kann mir gut vorstellen, dass sie dieses Amt übernimmt».
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