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Grossaufgebot
Basel-Stadt

Palästina-Demonstration blockierte Tramverkehr in der Innenstadt

15.12.2025 19:17 - update 15.12.2025 20:36

Baseljetzt

Am Steinenberg in Basel versammelten sich am Montagabend Palästina-Aktivist:innen zu einer Gegendemonstration. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Der Tramverkehr in der Innenstadt war zeitweise blockiert.

Am Steinenberg zogen am Montagabend Pro-Palästina-Demonstrierende durch die Strassen. Es war eine bereits angekündigte Gegendemonstration zu einem bewilligten Schweigemarsch gegen Antisemitismus und für das Existenzrecht Israels. Die Kantonspolizei Basel-Stadt war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Die Palästina-Demo war nicht bewilligt, wie die Polizei auf Anfrage von Baseljetzt mitteilte.

Der öffentliche Verkehr war am Montagabend kurz nach 19 Uhr zwischen Bankverein und Schifflände aufgrund der Demonstration erheblich eingeschränkt. Wie die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) auf X mitteilten, waren mehrere Bus- und Tramlinien von Ausfällen und Verspätungen betroffen.

Der stille Protest «für das Existenzrecht Israels» war hingegen von der Polizei bewilligt und fand vor der Elisabethenkirche statt. Organisiert wurde er von der schweizweiten Organisation «Silent Walk». Aufgrund der Gegendemonstration konnten die rund 60 Teilnehmenden jedoch nicht die geplante Route einhalten. Der «Silent Walk» hätte von der Elisabethenkirche zum Marktplatz führen sollen. Da sich jedoch gleich beim Tinguely-Brunnen die Gegendemonstration formierte, zog der Schweigemarsch in Richtung Aeschenplatz, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtet.

Palästina-Demonstration blockierte Tramverkehr in der Innenstadt
Der stille Protest gegen Antisemitismus musste die Route ändern. Bild: Keystone

Die Polizei begleitete auch die Israel-Kundgebung und war an beiden Demos mit Dialogteams präsent. Beide Protestzüge begegneten sich nicht. An der Gegendemo nahmen etwas mehr als hundert Personen teil. Die Polizei bildete eine Kette, um ein Durchkommen in Richtung Weihnachtsmarkt zu verhindern.

Polizei lässt Gegendemo ziehen

Dann aber löste sich die Polizeikette auf, und die Uniformierten zogen sich zurück. Die Palästina-Demo zog anschliessend am Weihnachtsmarkt vorbei zum Marktplatz, der gemäss Allmendbewilligung das Ziel der anderen Kundgebung war, wie Keystone weiter berichtet.

Beim Schweigemarsch gegen Antisemitismus hielt Roland Stark, ehemaliger Präsident der SP Basel-Stadt, eine Rede. Eine Teilnehmerin gedachte zudem mit einem Gebet der Opfer des Terroranschlages vom Sonntag auf das jüdische Chanukka-Fest in Sydney. Der Anlass wurde gemäss Ankündigung unter anderem von der Israelitischen Gemeinde Basel und der Gesellschaft Schweiz-Israel unterstützt.

Bei der Gegendemo skandierten die Teilnehmer:innen Parolen für die Solidarität mit Gaza und gegen den Zionismus. Es waren auch solche zu hören, die das Existenzrecht Israels verneinten («Israel should not exist»). Abgesehen von ein paar energischen Wortgefechten mit Passant:innen kam es zu keinen Zwischenfällen. Linksradikale und propalästinensische Gruppierungen hatten im Vorfeld zur Kundgebung aufgerufen. (sda/lef)

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Kommentare

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16.12.2025 10:35

Waldrapp

Den Teilnehmern der Gegendemo ist ein Besuch der Gedenkstätten Auschwitz oder Mauthausen wärmstens empfohlen. NIE WIEDER!

0 5
16.12.2025 09:39

Hampe56

Und…. was haben jetzt diese Kundgebungen gebracht?…. ausser wieder einmal die Mitbürger zu verärgern und nerven!

6 2
16.12.2025 16:38

Hoschi

Waren Sie direkt davon betroffen?

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