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Silberpreis nach Rekordhoch unter Druck
©Bild: Keystone
Börse
Wirtschaft

Silberpreis nach Rekordhoch unter Druck

29.12.2025 09:30 - update 29.12.2025 09:26

Baseljetzt

Der Silberpreis ist am Montag nach Rekordhoch unter Druck geraten. Nach einem Höchststand von rund 84 Dollar im asiatischen Handel fiel am frühen Morgen der Preis zeitweise auf rund 75 Dollar je Feinunze.

Bereits am Freitag hatte Silber erstmals die Marke von 75 Dollar überschritten. Edelmetalle erreichen zum Jahresende neue Höchststände, getragen von wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit sowie einem schwächeren Dollar.

Seit Jahresbeginn hat sich der Silber-Preis mehr als verdoppelt, in der Spitze lag das Plus zuletzt bei deutlich über 150 Prozent. Damit hat Silber sogar einen stärkeren Zuwachs als Gold erfahren. Vor allem im Dezember hat der Silberpreis einen rasanten Höhenflug gezeigt.

Musk betont Wichtigkeit

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt Silber durch Äusserungen des US-Unternehmers Elon Musk, der am Wochenende auf chinesische Exportbeschränkungen hinwies und die Bedeutung des Metalls für industrielle Prozesse betonte. Händler sprachen zugleich von zunehmender Spekulation und einem zeitweise überhitzten Markt.

Trotz der aktuellen Korrektur bleiben die Perspektiven laut Experten positiv. Die starke industrielle Nachfrage – etwa aus der Solarindustrie, von Elektrofahrzeugen, KI-Rechenzentren und der Elektronik – treffe auf sinkende Lagerbestände und ein strukturelles Angebotsdefizit, sagte Tony Sycamore von IG Australia.

Unsicherheiten und schwächerer US-Dollar

Gold gab am Montag ebenfalls leicht nach und notierte zuletzt bei rund 4506 Dollar je Unze. Zuvor hatte der Preis nur knapp ein neues Rekordhoch unterhalb von 4550 Dollar verfehlt. Seit Jahresbeginn legte Gold um gut 70 Prozent zu. Damit zählt das Edelmetall zu den besten Anlageklassen und steuert zudem auf den höchsten Jahresgewinn seit 1979 zu, als der Preis um 127 Prozent anzog.

Beide Edelmetalle werden durch geopolitische Unsicherheiten, einen schwächeren US-Dollar sowie Erwartungen weiterer Zinssenkungen durch die US-Notenbank gestützt. Während Silber zuletzt deutlich stärker zulegte als Gold, verwiesen Analysten auf einen gewissen Nachholbedarf und auf Angebotsengpässe, insbesondere in China. (sda/sih)

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