
So streng sind die Vorschriften für Feuerwerk in den Gemeinden
Shahed Staub
Für viele ist Silvester die Zeit der Böller und Raketen. Doch das Feuerwerk steht unter Druck: Einige Baselbieter Gemeinden haben das Abbrennen eingeschränkt oder ganz verboten. Eine kleine Übersicht.
Funken, helle Lichter, laute Knaller: Das Abbrennen von Feuerwerk spaltet die Bevölkerung zunehmend. Viele schwören zum Jahreswechsel auf Raketen, Batterien und Zylinderbomben. Andere möchten das Spektakel am liebsten ganz abschaffen.
Wie stark die Ansichten auseinandergehen, zeigte sich kürzlich in Binningen. Die Leimentaler Gemeinde stimmte im Herbst dieses Jahres über eine Initiative ab, die Feuerwerk nur noch in festgelegten Zonen erlauben wollte.
Binningen entschied sich für einen Kompromiss
Thomas Schwarb, Initiant der Initiative «Feuerwerk mit Augenmass», sagte im Vorfeld der Abstimmung: «Wenn man sich vorstellt, mit den Kindern und der Familie zum Feuerwerk zu gehen, statt im eigenen Garten ein paar Raketen abzuschiessen, entsteht etwas Besonderes – gemeinsam mit anderen.»
Feuerwerk nur in festgelegten Zonen zu erlauben und den Menschen in Binningen vorzuschreiben, dort gemeinsam zu feiern, sei jedoch schwierig, entgegnete Caroline Rietschi, Gemeindepräsidentin von Binningen, ebenfalls im August dieses Jahres. «Die Realität ist, dass viele Menschen mit Freunden und Familie feiern wollen. Gleichzeitig fehlt die Bereitschaft – und auch das Personal –, um solche Zonen einzurichten und konsequent zu überwachen», so Rietschi.
Die Binninger Stimmbevölkerung nahm am 28. September schliesslich den Gegenvorschlag an. Damit bleibt Feuerwerk am 1. August und an Silvester weiterhin im gesamten Gemeindegebiet erlaubt. Für den Rest des Jahres ist neu eine Bewilligung erforderlich.
So sieht es in anderen Baselbieter Gemeinden aus
Es gibt jedoch Gemeinden, die im Vergleich zu Binningen deutlich strengere Regeln eingeführt haben – etwa Liestal. Hier eine Übersicht über einige Gemeinden:
Liestal
In Liestal ist Feuerwerk nur am Nationalfeiertag erlaubt. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Busse von 200 Franken rechnen.
Allschwil
Weniger strikt ist Allschwil. Hier ist Feuerwerk am Nationalfeiertag erlaubt, für Feuerwerk an Silvester ist jedoch eine Bewilligung erforderlich.
Wittinsburg
In der Oberbaselbieter Gemeinde Wittinsburg ist das Abbrennen von Feuerwerk im Siedlungsgebiet während des ganzen Jahres verboten. Das Verbot gilt auch für Kleinfeuerwerk wie Vulkane.
Therwil
Die bislang strengsten Regeln in der Region gelten in Therwil. Dort ist lautes Feuerwerk seit November vollständig verboten.
Füllinsdorf (voraussichtlich ab 2026)
Auch Füllinsdorf hat sich in diesem Jahr für strengere Vorschriften ausgesprochen. Feuerwerk ist am Nationalfeiertag erlaubt, an Silvester ist jedoch nur noch stilles Feuerwerk erlaubt. Ob diese Regeln tatsächlich in Kraft treten, ist jedoch noch offen. Derzeit läuft eine Unterschriftensammlung für ein Referendum.
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skywings2
Nur mit einem absoluten Verkaufsverbot in den Läden kann diese Knallerei gestoppt werden. Alles andere bringt gar nichts.
Sprissli
😀😀Therwil verboten,desalb sind alle nach Oberwil gekommen,da frage ich mich ernsthaft,was ist das für eine Logik!!