
Sunrise plant Abbau von bis zu 190 Stellen
Baseljetzt
Bei Sunrise kommt es zu einem grossen Stellenabbau. Bis zu 190 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden, wie der zweitgrösste Schweizer Telekomkonzern am Donnerstagabend mitteilte.
Damit sollen rund 7 Prozent der Stellen verschwinden. Insgesamt hat Sunrise 2653 Mitarbeiter. Zuerst hatte das Onlineportal «Inside Paradeplatz» am Donnerstagmorgen mit Verweis auf Insider über den Stellenabbau berichtet.
Damit will der Konzern die Unternehmensstruktur vereinfachen. Ziele der Streichungen seien «kürzere Entscheidungswege dank grösserer Führungsspannen und weniger Hierarchieebenen», hiess es. Zudem solle die Effizienz gesteigert werden – auch unter Einsatz neuer Technologien. Vom Abbau seien auch zahlreiche Führungskräfte betroffen, schrieb Sunrise.
Shop- und Kundendienst-Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt seien weitestgehend vom Stellenabbau ausgenommen. Bei den Lehrlingen werde gar nicht gestrichen, hiess es weiter.
Angaben zu den finanziellen Einsparungen durch den Stellenabbau machte Sunrise auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht.
Konsultationsverfahren eingeleitet
Das Konsultationsverfahren sei eingeleitet. Nach dessen Abschluss voraussichtlich im Februar oder März werde über die Zahl der Kündigungen entschieden. Für die Betroffenen werde der bestehende Sozialplan angewendet. Neben finanzieller Unterstützung erhielten sie auch Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Job.
Angestellte ab dem vollendeten 58. Altersjahr erhalten einen befristeten Arbeitsvertrag bis zum Erreichen des 62. Altersjahres. Ab dem vollendeten 62. Altersjahr leistet Sunrise Beiträge im Hinblick auf eine vorzeitige Pensionierung.
Damit setzt der Konzern erneut die Schere beim Personal an. Bereits im Frühling 2024 hattte dass Unternehmen 166 von ursprünglich 180 geplanten Stellen gestrichen.
Topmanager geht
Laut «Inside Paradeplatz» muss ihm Rahmen des Programms auch Chief Consumer Officer Christoph Richartz über die Klinge springen. Ein Sprecher von Sunrise bestätigte gegenüber AWP zwar den Abgang von Richartz, betonte aber, dass es keinen Zusammenhang mit dem geplanten Stellenabbau gebe. (sda/lef)
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