
Afrikanischer Bauernaktivist bei WEF-Protestwanderung mit dabei
Baseljetzt
Rund 600 Demonstrierende haben sich am Samstag auf den Weg nach Davos gemacht. Unter ihnen ist auch der Afrikanische Bauernaktivist Massa Koné. Die Teilnahme von Donald Trump mache die Gegenstimme noch wichtiger.
Es sei sein erster Besuch in der Schweiz, sagte Massa Koné im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in Küblis. Und er hat Kritik im Gepäck: «Das WEF hat seine Daseinsberechtigung verloren. Armut und Ungleichheit nehmen weltweit zu».
Der bekannte Bauer und Jurist aus Mali setzt sich international für die Rechte der lokalen Bauern und Gemeinschaften ein, damit diese ihre Ländereien und somit ihre Lebensgrundlage behalten können.
Mit dem Besuch in der Schweiz ist er in einem Land, welches sich sowohl für Afrika einsetzt, aber auch Konzerne beherbergt, die weltweit wegen möglicher Ausbeutung in Kritik stehen. «Es ist ein Zwiespalt. Die Schweiz soll klare Bedingungen für Personen schaffen, die ihr Geld ins Land bringen wollen, und die Einhaltung der Menschenrechte voraussetzen», forderte Koné.
Es sei sehr bedeutend, jemanden wie Massa Koné bei der Aktion dabei zu haben, sagte Maeva Strub, Sprecherin des «Strike-WEF»-Kollektivs, das hinter der jährlich bewilligten Protestwanderung steht, zu Keystone-SDA. Konés Teilnahme zeige, dass das Ziel einer globalen Stimme gegen das WEF erreicht werde.
Teilnehmende aus Europa und Afrika
So kommen etwa die Hälfte aller Demonstrierenden aus der Schweiz. Die restlichen Teilnehmenden reisten aus England, Spanien, Süd- und Westafrika und Deutschland an. Sie fordern ein Ende von Kapitalismus und Kriegen, die den Klimakollaps vorantreiben würden, und setzen sich für eine bedürfnisorientierte Demokratisierung der Wirtschaft ein.
«Entscheidungen am WEF sind undemokratisch, da über die Bevölkerung hinweg und ohne Berücksichtigung ihrer Interessen entschieden wird», kritisierte Strub. Auf Plakaten waren dazu Sprüche zu lesen wie «Demokratie statt WEF-Diktatur» oder «Demokratie statt Öligarchie».
Hakenkreuze gegen Trump
Doch keine Kritik war heuer grösser als diejenige gegen US-Präsident Trump. Eine Demonstrantin verkleidete sich gar als Trump und trug die bekannte «Maga»-Kappe mit dem abgeänderten ironischen Schriftzug «make world wars great again» («Mach die Weltkriege wieder gross»). Auf eine Tafel klebte die Frau aus USA-Flaggen ein Hakenkreuz mit dem Spruch «New McDonald Trump-Burger eat the poor» («Neuer McDonald Trump-Burger isst die Armen»).
Ein älterer Bündner Aktivist schrieb auf eine Steinbock-Tafel in Rätoromanisch «Der Steinbock würd’ sich freuen sehr, wenn Trump im Gefängnis wär».
Dass Trump der Protestaktion Aufwind verlieh, freute die Organisatoren. Dies zeuge davon, dass ein kritisches Bewusstsein gegenüber der globalen Politik wachse, so Strub weiter. An der Protestwanderung nahmen im vergangenen Jahr 400 Menschen teil. Heuer waren es rund 200 Personen mehr. Am Sonntag erreichen die Demonstrierenden den WEF-Austragungsort Davos, wo der Protestzug am Nachmittag in die bewilligte Demo der Juso mündet. (sda/sih)
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mil1977
Wer arbeitet und Eltern hat die in Rente sind der hat erfahren, wie solche Linksextreme wie auf solchen Demonstrationen diejenigen abzocken die fleissig arbeiten. Also demonstriert weiter, aber zahlt kräftig für die SeniorInnen in die Rentenkasse ein.
spalen
erstaunlich, welche verworrenen wege man gehen kann…