Baseljetzt wurde eingestellt
Baseljetzt, das Newsportal von Telebasel, wurde eingestellt. Deine tägliche Dosis News in Videoform bekommst du jetzt auf telebasel.ch!
Trumps «Friedensrat» soll weltweit Krisen lösen
©Bild: Keystone
Weltpolitik
International

Trumps «Friedensrat» soll weltweit Krisen lösen

18.01.2026 19:00 - update 18.01.2026 18:02

Baseljetzt

Im neu geschaffenen «Friedensrat» von Donald Trump können sich Staaten unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern.

Aus den 13 Kapiteln geht zudem hervor, dass die US-Regierung das Mandat des Rats stark erweitern möchte – über den bisherigen Fokus auf die Befriedung und den Wiederaufbau des Gazastreifens hinaus. Der Rat soll sich demnach um Krisen und Konflikte rund um den Globus kümmern.

Kritiker sprechen daher schon von einer möglichen Konkurrenz zu den Vereinten Nationen, die Trump immer wieder als dysfunktional kritisiert. Diese Kritik klingt auch in der Präambel an. Dort wird festgestellt, dauerhafter Frieden erfordere «pragmatisches Urteilsvermögen, vernünftige Lösungen und den Mut, von Ansätzen und Institutionen abzuweichen, die allzu oft gescheitert sind». Ziel sei ein «agileres und effektiveres» internationales Gremium zur Friedensförderung.

Einladungen an erste Staats- und Regierungschefs

Dem bisherigen Konzept zufolge soll sich der Rat auf den Gaza-Konflikt konzentrieren. Das Gremium gehört zur zweiten Phase von Trumps Friedensplan für den Gazastreifen, die ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der Terrororganisation Hamas vorsieht, was diese ablehnt. Das Gremium soll die neue Übergangsregierung des Küstenstreifens beaufsichtigen.

Mehrere Staats- und Regierungschefs sind nach eigenen Angaben jüngst von Trump eingeladen worden, am sogenannten Friedensrat mitzuwirken. Einladungen erhielten demnach etwa der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi, Argentiniens Präsident Javier Milei und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban.

In dem Entwurf der Charta ist festgelegt, dass Trump den Vorsitz führt und dass nur von ihm eingeladene Staats- und Regierungschefs Mitglieder sein können. Die reguläre Mitgliedschaft endet demnach nach drei Jahren – es sei denn, Länder zahlen eine Milliarde US-Dollar in den Etat des Rats ein.

Änderungen an dem Dokument können demnach mit Zwei-Drittel-Mehrheit der Mitglieder beschlossen werden, mit zusätzlicher Bestätigung des Vorsitzenden. Weiter heisst es, der Friedensrat löse sich unter anderem zu dem Zeitpunkt auf, «den der Vorsitzende für notwendig oder angemessen hält». (sda/sih)

Feedback für die Redaktion

Hat dir dieser Artikel gefallen?

Kommentare

Dein Kommentar

Mit dem Absenden dieses Formulars erkläre ich mich mit der zweckgebundenen Speicherung der angegebenen Daten einverstanden. Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise

18.01.2026 20:18

spalen

vollkommen unnötig und einzig darauf ausgerichtet, trump zu stützen

2 0
18.01.2026 18:40

Hoschi

Kontroverser geht es wohl nicht.

4 0

Kommentare lesen?

Um Kommentare lesen zu können, melde dich bitte an.