
Von Allmen siegt in Gröden vor Odermatt: «Sind in einer eigenen Liga gefahren»
Baseljetzt
Vor zwei Tagen siegte Marco Odermatt in der Sprintabfahrt vor Franjo Von Allmen, nun hat der Berner den Spiess auf der Originalstrecke umgedreht. Der Weltmeister gewinnt in Gröden vor seinem Teamkollegen.
Am Donnerstag hatte Von Allmen wie schon im Vorjahr das Nachsehen gegenüber Odermatt. Nun nahm der 24-Jährige dem direkt vor ihm gestarteten Nidwaldner drei Zehntel ab und verhinderte dessen dritten Sieg in der dritten Abfahrt des Winters. Der Italiener Florian Schieder komplettiert das Podest mit bereits einer knappen Sekunde Rückstand.
Von Allmen: «Kann es noch nicht richtig einordnen»
Von Allmen, der am Freitag im Super-G bei den Kamelbuckeln stürzte, zeigte auch am Samstag eine zeitweise abenteuerliche Fahrt und konnte bei der zweiten «Mauer» einen neuerlichen Sturz nur mit Glück und Können verhindern. Seinen vierten Weltcup-Sieg verdiente er sich mit vier besten Abschnittszeiten.
«Ich kann es selbst noch nicht richtig einordnen», sagte von Allmen unmittelbar nach seiner Fahrt gegenüber SRF. Mit zwei Stürzen in den letzten Wochen blickt von Allmen auf keine einfache Zeit zurück. «Ich sagte mir heute: Wieder solid Ski fahren, Spass daran haben, es geniessen und nicht übertreiben. Und dann klappt es.»
Odermatt sicherte sich das dritte Podest innerhalb von 72 Stunden. Am Donnerstag siegte er in der Sprintabfahrt. Am Freitag im Super-G verhinderte der Tscheche Jan Zabystran mit der Startnummer 29 sensationell den 51. Weltcup-Sieg von Odermatt. Nun klassierte sich der beste Abfahrer der vergangenen zwei Jahre zum 24. Mal in seiner 51. Weltcup-Abfahrt auf dem Podest. Den möglichen Sieg vergab der 28-Jährige mit einer nicht optimalen Einfahrt in die Ciaslat, der Schlüsselstelle im untersten Streckenabschnitt.
«90 Prozent waren sehr gut», so Odermatt nach seiner Fahrt am SRF-Mikrofon. «Jenen Abschnitt, den ich sonst sehr gut im Griff habe, traf ich heute nicht perfekt.» Dennoch steht er am Ende mit Landsmann Franjo von Allmen auf dem Podest, für Odermatt ist es die dritte Podestplatzierung innert drei Tagen. Er sei «mega zufrieden», so Odermatt. «Franjo und ich sind heute in einer eigenen Liga gefahren.»
Miggiano und Hintermann knapp neben dem Podest
Weil sich auf der Piste Saslong die Verhältnisse mit fortlaufender Renndauer deutlich verbessern – mehr Sonne bei Schlüsselstellen – sorgten in der Vergangenheit schon oft Fahrer mit hohen Startnummern für grosse Überraschungen. Auch am Samstag schlug das «Gröden-Phänomen» zu, wenn auch nicht im Ausmass vergangener Jahre. Die ersten beiden Plätze waren im Verlauf des Rennens nicht mehr in Gefahr, wohl aber Schieders 3. Rang.
An diesem rüttelte unter anderem der junge Schweizer Alessio Miggiano. Dem 23-jährigen Zürcher Oberländer, der mit Startnummer 43 ins Rennen ging, fehlten lediglich sechs Hundertstel zu seinem ersten Podestplatz im Weltcup. Platz 5 ist sein mit Abstand bestes Ergebnis auf höchster Stufe. Ein Ausrufezeichen setzte auch Niels Hintermann, der das Rennen eröffnete und sich mit 14 Hundertstel Rückstand auf das Podest im 7. Schlussrang klassierte. (sda/daf)
Mehr dazu
Feedback für die Redaktion
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Kommentare
Dein Kommentar
Mit dem Absenden dieses Formulars erkläre ich mich mit der zweckgebundenen Speicherung der angegebenen Daten einverstanden. Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise
Kommentare lesen?
Um Kommentare lesen zu können, melde dich bitte an.



spalen
tolle leistung!