WhatsApp ermöglicht bald personalisierte Avatare – aber nicht in Europa
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Künstliche Intelligenz
viraltotal

WhatsApp ermöglicht bald personalisierte Avatare – aber nicht in Europa

05.07.2024 13:45

Baseljetzt

Nach einem Bericht des Fachportals WABetaInfo wird WhatsApp seinen Nutzerinnen und Nutzern künftig ermöglichen, mit Hilfe künstlicher Intelligenz Avatare von sich selbst zu erstellen.

Dabei geht es nicht nur um die Erstellung eines neuen Profilbildes, sondern um eine umfassendere Darstellung, z.B. als Revolverheld in einer Westernstadt oder als Ballerina auf der virtuellen Bühne eines Balletts.

Ein Avatar ist eine grafische Darstellung einer Person oder Figur, die als virtueller Stellvertreter in der digitalen Welt fungiert. Im Metaverse repräsentiert ein Avatar die reale Person, die ihn erstellt hat und steuert.

Um in Zukunft einen KI-Avatar von sich in WhatsApp zu erstellen, soll es ausreichen, ein oder mehrere Fotos von sich zu machen. Anschliessend schreibt man in eine Befehlszeile («Prompt»), in welcher Rolle man sich sehen möchte. Der Befehl lautet «@Meta AI imagine me…» («Stell dir mich vor, als ….»).

Nicht in Europa

Das KI-System des WhatsApp-Mutterkonzerns Meta ist allerdings bislang nicht in der EU und damit auch nicht in Deutschland verfügbar. Daher wird es diese Avatar-Funktion hierzulande auf absehbare Zeit nicht geben. Meta und die EU streiten darüber, wie die Nutzerinnen und Nutzer in die Verwendung ihrer Daten für das Training der Meta-KI einbezogen werden müssen. Meta hält eine Widerspruchsmöglichkeit für ausreichend. Die EU besteht darauf, dass die Meta-Kunden vorher aktiv um Erlaubnis gefragt werden müssen.

Bericht: Keine Verwendung von Chatverläufen

Laut dem Bericht von WABetaInfo sollen keine Inhalte aus dem Chatverlauf von WhatsApp für die Erstellung der Avatare verwendet werden. Erst mit dem Befehl «@Meta AI» würde das KI-System auf Empfang gehen. «Zu beachten ist, dass Meta AI keine anderen Nachrichten lesen kann, da der Befehl separat verarbeitet wird», heisst es in dem Bericht.

Die daraus resultierende Bildnachricht werde von der App automatisch in der Konversation geteilt, um sicherzustellen, dass die Privatsphäre des Nutzers stets gewahrt bleibe. Diese Funktion sei optional und erfordert die Zustimmung des Nutzers. Nutzer, die diese Funktion nutzen möchten, müssten sie manuell in ihren Einstellungen aktivieren und zunächst ihre Einrichtungsbilder machen. (sda/mik)

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Kommentare

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05.07.2024 15:34

spalen

1st-world-problems!
ich werde mutmasslich auch ohne avatar in zuckerbergs welt gut weiterleben können.

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