Nach Zugunglück mindestens 39 Tote in Spanien
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Andalusien
International

Nach Zugunglück mindestens 39 Tote in Spanien

19.01.2026 06:14 - update 19.01.2026 08:24

Baseljetzt

Nach dem schweren Eisenbahnunglück im Süden Spaniens ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen. Dies meldete der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Polizeieinheit Guardia Civil.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei spanische Hochgeschwindigkeitszüge entgleisten nahe Adamuz (Córdoba), nachdem ein Iryo-Zug mutmasslich mit rund 300 km/h aus den Schienen geriet und ein entgegenkommender Renfe-Zug erfasst wurde; mehrere Wagen stürzten eine Böschung hinunter
  • Mindestens ein Lokführer kam ums Leben, über 70 Menschen wurden verletzt; zahlreiche Passagiere erlebten chaotische und traumatische Szenen, der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde unterbrochen
  • Die Unfallursache ist unklar und wird untersucht; Politiker, das Königshaus und die EU bekundeten ihr Beileid, während Rettungskräfte und Hilfsorganisationen psychologische Betreuung leisteten und Anwohner solidarisch halfen

Demnach wurden insgesamt 73 Menschen nach dem Zusammenstoss in Krankenhäuser in der andalusische Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen. Bei vier von ihnen handelt es sich laut dem RTVE-Bericht um Minderjährige.

Die Tragödie hatte sich Stunden zuvor ereignet. Gegen 19.40 Uhr war am Sonntag ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia nahe der Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba mutmasslich mit Tempo 300 entgleist und in das benachbarte Gleis geraten, wie die Bahngesellschaft Renfe mitteilte. Just zu diesem Zeitpunkt fuhr dort ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe vorbei und wurde vom anderen Fahrzeug aus den Schienen geworfen.

«Aufprall war so heftig»

«Der Aufprall war so heftig, dass die beiden vorderen Wagen des Renfe-Zuges infolgedessen aus den Gleisen geschleudert wurden», sagte Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente. Diese Waggons stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinunter und wurden weitgehend zerstört.

Der Iryo-Zug war mit mehr als 300 Menschen an Bord von Málaga nach Madrid unterwegs, der in Madrid gestartete Renfe-Zug fuhr mit rund 200 Passagieren nach Huelva. Der Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien wurde unterbrochen.

Königshaus und von der Leyen sprechen Beileid aus

Unter den Todesopfern ist den amtlichen Angaben zufolge einer der Lokführer. Zahlreiche Fahrgäste waren noch Stunden nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen. Feuerwehrleiter Paco Carmona sprach von einem sehr schwierigen Einsatz: «Es ist ein schwer zugängliches Gebiet. Das Ausmass der Zerstörung war zudem gross. Chaos, offene Brüche. Alles andere als schön.»

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sicherte schnelle Hilfe zu. «Heute ist eine Nacht tiefen Schmerzes für unser Land», schrieb er auf der Plattform X. Neben dem Königshaus in Madrid und vielen anderen sprach auch die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem spanischen Volk ihr Beileid aus. «In dieser Nacht seid ihr in meinen Gedanken», schrieb sie auf X auf Spanisch. (sda/mik)

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19.01.2026 10:37

PJPM

Unlängst haben Kommentatoren dieser Onlinezeitung wegen der Katastrophe in Crans Pietät durch Verzicht auf den Chienbäse eingefordert. Was darf nun nicht stattfinden? Auch hier gab es ähnlich viele Opfer, auch hier viele Verletzte.

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