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Adrian Knup: «England hatte grossen Respekt vor der Schweiz»

07.07.2024 16:04 - update 08.07.2024 10:23
Michael Kempf

Michael Kempf

Der ehemalige Nationalspieler Adrian Knup ordnet das Spiel vom Samstag ein, als die Schweiz gegen England verlor. Die Schweiz habe tapfer gekämpft, aber «die Luft an der Spitze ist dünn».

Die Vorzeichen für einen Halbfinaleinzug der Schweizer Nati standen gut. Auch der ehemalige Nati-Spieler Adrian Knup hätte der Schweiz den Sieg gegönnt. Doch es sollte nicht sein.

Adrian Knup

Der Liestaler Adrian Knup spielte von 1989 bis 1996 für die Schweizer Nati. Insgesamt bestritt er 48 Länderspiele für die Nationalelf, in denen er 26 Tore erzielte.

Besonders in Erinnerung geblieben sind seine Tore an der WM-Endrunde 1994 in den USA, als er beim 4:1-Vorrundensieg der Schweiz gegen Rumänien zweimal traf.

Für Knup hat die Schweiz an der diesjährigen EM eine tolle Leistung gezeigt. Auch die Engländer hatten Respekt vor der Nati. «England hat extra für dieses Spiel das System umgestellt, was auch für die Stärke der Schweiz spricht», ist sich Knup sicher.

Ein Faktor war sicherlich, dass nicht alle Nati-Spieler in Bestform waren. So zum Beispiel Breel Embolo, der zwar das Führungstor schoss, ansonsten aber nicht auf der Höhe war. «Er kommt aber auch aus einer sehr schwierigen Situation, dass er ein Dreivierteljahr nicht spielen konnte», erklärt Knup. Auch Granit Xhaka spielte mit einer Zerrung und konnte deshalb keine langen Bälle spielen.

«Kleinigkeiten haben gefehlt»

Aus Sicht von Adrian Knup waren es Kleinigkeiten, die dazu führten, dass die Schweizer das Spiel nicht für sich entscheiden konnten. Viel mehr lobt Knup aber die Gesamtleistung der Schweizer Nati. «Einen Gegner wie England kann man nicht über 90 Minuten dominieren, aber der Schweiz ist dies über weite Phasen gelungen», so Knup.

«Es braucht ein Quäntchen Glück»

Die Spiele der K.O.-Runde seien anders als die der Vorrunden. Das habe sich auch bei dieser EM gezeigt, so Knup. Im den Achtelfinals gingen zwei Spiele in die Verlängerung, eines davon endete im Elfmeterschiessen. In den Viertelfinals gingen drei Spiele in die Verlängerung, zwei davon endeten im Elfmeterschiessen. «Die Luft an der Spitze wird einfach unglaublich dünn», sagt Knup. «Alles liegt so nah beieinander. Manchmal braucht es einfach das Quäntchen Glück, um den nächsten Schritt zu machen». Und genau dieses Quäntchen Glück fehlte der Schweizer Nati am Samstag im Spiel gegen England.

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Kommentare

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08.07.2024 05:31

cola

Tolle spiele gezeigt.yakin muss bleiben.

2 0
08.07.2024 04:10

pserratore

👍🏻

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