
Behörden gehen in Crans-Montana von einem Flashover aus
Baseljetzt
Beim Unglück in einer Bar in Crans-Montana gehen die Behörden von einem sogenannten Flashover aus. Darunter versteht man ein sich plötzlich ausbreitendes Feuer. Das Feuer habe in der Folge zu einer oder mehreren Explosionen geführt.
Über 100 Verletzte wurden laut einer Mitteilung des Kantons Wallis vom frühen Donnerstagnachmittag versorgt. Und nach derzeitigen Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass mehrere Dutzend Menschen bei dem Grossbrand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana ihr Leben verloren haben.
Unter einem Flashover kann der schlagartige Übergang von einem lokal begrenzten Feuer zu einem Vollbrand verstanden werden. Ein Brand kann beispielsweise bei einem Gerät in einem Raum beginnen. Staut sich Hitze an der Decke eines Raumes, breiten sich Rauchgase im Raum aus, und es wird sehr schnell mehrere hundert Grad heiss.
Das Feuer verbreitet sich rasend schnell
Das kann dazu führen, dass schlagartig weitere brennbare Gegenstände gleichzeitig zu brennen beginnen und sich die Flammen rasend schnell ausbreiten. Ist es soweit, ist ein Überleben kaum noch möglich. Die Situation ist auch für ausgerüstete Feuerwehrleute lebensgefährlich.
Die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO) setzte nach dem Brandalarm in der Nacht zehn Helikopter, vierzig Ambulanzen und über 150 medizinischen Rettungskräfte ein, um die Verletzten zu versorgen und in die verschiedenen Spitäler zu transportieren. (sda/jsa)
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