
«Es war alles zu wenig heute»: Shaqiri nach dem Unentschieden gegen Sion
Yannick Fuhrer
Der FC Basel startet nur mit einem Punkt gegen Sion in das neue Jahr. Stand jetzt sind es zehn Punkte Rückstand auf Thun. Ludovic Magnin und Xherdan Shaqiri sind alles andere als zufrieden mit dem Auftritt.
FCB-Trainer Ludovic Magnin nach dem Spiel gegen Sion über…
…das Spiel und Resultat
«Natürlich bin ich enttäusch vom Ergebnis. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt, die momentan auch sehr gut performt. Aber nichtsdestotrotz, du gehst in Führung und dann schaffst du es nicht das Spiel zu gewinnen. Wir verlieren zwar seit langem nicht mehr, aber wir gewinnen auch nicht mehr. Und das ist natürlich für uns nicht ein Punkterhythmus den wir uns wünschen. Und das müssen wir ändern. Wir haben zu viel Ballverluste auf drei, vier Meter. Und das hat mir gezeigt, dass wir eine gewissen Unsicherheit im Spiel haben und das gefällt mir nicht.»
…den guten Start in die Partie und die dann nur durschnittliche Leistung
«Die Art und Weise, wie wir angefangen haben war super. Wir haben im Traininslager auch viele Standarts trainiert und dann dachte ich auch, dass das Jahr hervorragend beginnt nach vier Minuten. Das hat mich so gefreut und die Jungs haben auch ein bisschen da Selbstbewusstsein bekommen. Aber dann hat man gemerkt, dass bei uns der ein oder andere Spieler auch fehlt und leider konnten die Spieler, die nun die Chance bekamen zu spielen, das nicht ganz ausnützen.»
…Kaio Eduardo
«Ich habe nach 60 Minuten gewechselt, weil Kaio sehr nah an der Gelb-Roten Karte war. Das musste ich berücksichtigen. Er ist ein junger Spieler mit viel Herz gegen den Ball, manchmal etwas übermotiviert – heute war das Risiko einfach zu gross. Grundsätzlich bleibt das Thema Mittelstürmer offen. Wir haben diese Saison schon vieles ausprobiert. Wenn ein Trainer ständig nach neuen Lösungen sucht, zeigt das, dass er noch nicht zufrieden ist. Wir erhoffen uns durch den Konkurrenzkampf, Spieler zu reizen, wachzurütteln – vielleicht auch ein bisschen zu nerven –, damit sie den nächsten Schritt machen. Aber ehrlich gesagt: Eine Lösung, die uns dauerhaft überzeugt, haben wir im Sturm aktuell noch nicht gefunden.»
…die Unzufriedenheite der Spieler nach diesem Unentschieden
«Ich bin zufrieden damit, wie selbstkritisch die Spieler sind. Das zeigt, dass sie wissen, worum es geht. Sie können gut einschätzen, wann wir gut performt haben und wann nicht. Seit ich in Basel bin, hatte ich oft nach Spielen ein grosses Frustgefühl in der Kabine, weil wir uns gefragt haben, wie man mit so einer Leistung keine Punkte holen kann. Heute ist es anders: Heute sind wir enttäuscht, weil wir wissen, dass wir nicht so gespielt haben, wie wir uns das vorgestellt haben. Und genau das stimmt mich zuversichtlich. Die Spieler können sich realistisch einschätzen. Im Leben ist es das Wichtigste zu erkennen, wann man gut ist und wann nicht. Fehler passieren jedem – entscheidend ist, dass man dafür gerade steht. Das haben die Spieler heute getan, auch in den Interviews. Und das ist richtig so. Jeder von uns muss heute mit seiner Leistung enttäuscht sein.»
FCB-Captain Xherdan Shaqiri über…
…das Unentschieden gegen Sion
«Ich bin sehr enttäuscht. Wir wollten mit einem sieg starten. Wir haben uns auch sehr gefreut, dass es nun endlich wieder losgeht. Leider ist es aber nicht aufgegangen. Es ist schwierig zu sagen was das Hauptproblem war aber das müssen wir jetzt gut analysieren. Jedenfalls war es aus meiner Sicht auf allen Ebenen einfach zu wenig. »
…Die wichtigen anstehenden Spiele, die nun folgen
«Es ist gleich wieder Druck da das wissen wir. Wir wollen Europäisch unbedingt weiterkommen aber jetzt kommen zwei schwierige Spiele auf uns zu aber wir wollen es jetzt unbedingt zeigen, dass wir es besser machen können als gegen Sion.»
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Badger
Das ganze Spiel ist zu starr. Niemand war in Bewegung und meistens war schon nach 2-3 Pässe in der gegnerischen Hälfte Schluss. Sion war hingegen mit 2-3 Pässen bereits im 16er. Zum Glück waren sie beim Abschluss nicht effizienter.
Hoschi
Shaq war einer der wenigen, der wirklich gut gespielt hat, feine Pässe geschlagen und uns erfreut hat an diesem Abend.