
Kaio Eduardo im Kader: «Er ist fähig, seine Chance zu packen»
Yannick Fuhrer
Der FC Basel startet mit dem Heimspiel gegen Sion in eine wegweisende Phase. in Europa League, Cup und Liga ist Rotblau unter Druck. Ohne neuen Stürmer könnte Kaio Eduardo seine Chance erhalten.
Der FC Basel startet am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den FC Sion ins neue Jahr und steht sofort unter Druck. Die kommenden Wochen sind richtungsweisend. Um in der Europa League die nächste Runde zu erreichen, braucht Rotblau aus den letzten beiden Spielen mindestens vier Punkte. Zudem wartet in zweieinhalb Wochen mit dem Cup-Viertelfinal auswärts in St. Gallen eine weitere schwierige Aufgabe. Parallel dazu gilt es, in der Meisterschaft aufzuholen.
Kein neuer Stürmer – Chance für Kaio Eduardo
Dafür braucht es vor allem Tore. Eigentlich erhoffte sich der FCB diese von einem neuen Stürmer, doch vorerst startet man mit dem gleichen Kader wie vor der Winterpause in die Rückrunde. «Alle Spieler, so lange das Fenster nicht zeitnah schliesst, haben Hoffnung, etwas Besseres zu finden. Und das muss man klar und deutlich sagen. Aber wir sind dran. Ich würde begrüssen, wenn ein Stürmer kommt, das haben wir klar kommuniziert. Aber das ist das Leben. Wenn es nicht so ist, werde ich aber auch nicht jammern, weil wir einen sehr guten Kader haben», sagte Cheftrainer Ludovic Magnin an der Medienkonferenz vor dem Spiel gegen Sion. Da Moritz Broschinski aktuell verletzt ausfällt, könnte sich nun eine Chance für Kaio Eduardo ergeben. Der Brasilianer sammelte zu Saisonbeginn lediglich acht Super-League-Minuten. Magnin sieht jedoch eine positive Entwicklung: «Ich habe seit Anfang der Saison sehr viel probiert und gesucht und es hat sich grundsätzlich keiner so richtig durchgesetzt. Jetzt muss man sagen, dass Kaio grosse Fortschritte gemacht hat. Er ist sicherlich jetzt in einem Moment, wo er fähig ist, die Chance zu packen, wenn er eine bekommt.»
Bessere Voraussetzungen als noch im Herbst
Bis Ende letzten Jahres waren die Aussichten für Kaio Eduardo eher gering. Einerseits limitierte die Ausländerregelung seine Einsatzchancen, da der FCB häufig bereits fünf Nicht-EU-Spieler auf dem Feld hatte. Diese Situation hat sich inzwischen etwas entspannt, da Metinho verletzt ist und Philip Otele wohl keine Rolle mehr spielen wird. Andererseits brauchte der Brasilianer Zeit, um sich an das Leben in Europa zu gewöhnen.
«Die Adaption an das europäische Leben war nicht einfach für ihn. In der Hinrunde waren ein paar Sachen ausserhalb des Fussballs, die noch nicht so waren, wie wir sie beim FC Basel wollen. Aber momentan ist er sehr gut dran. Er hat ein paar Schritte vorwärts gemacht und wir hoffen natürlich, dass er sich weiterentwickelt. Wichtig ist auch, dass er eine Sprache lernt, auf der wir mit ihm kommunizieren können», so Magnin. So wird Kaio Eduardo am Sonntag gegen Sion im Kader stehen. Nach zuletzt vier sieglosen Heimspielen will der FCB unbedingt mit einem Sieg ins neue Kalenderjahr starten.
Statistik spricht klar für den FCB
Ein Blick auf die Statistik macht Mut: Der FC Sion konnte im neuen St. Jakob-Park in 41 Spielen nur einmal gewinnen – 2015 im Cupfinal. Dazu kommen zwölf Unentschieden, ansonsten ging stets der FC Basel als Sieger vom Platz. Diese Serie will Rotblau am Sonntag unbedingt fortsetzen. Gegen Sion nicht mit dabei sind die Verletzten Broschinski und Metinho, sowie der angeschlagene Tsunemoto. Philip Otele wird als fraglich angegeben, da er laut FCB länger krank war.
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