
Wer könnte den Stammplatz von Marwin Hitz erben?
Shahed Staub
Marwin Hitz verlässt den FC Basel zum Ende der Saison. Doch wer könnte bei Rotblau ab dem Sommer zwischen den Pfosten stehen? Ein Überblick.
Ein Rückkehrer
Yann Sommer
Yann Sommer würde sich wohl gemeinsam mit Xherdan Shaqiri in eine der grössten Rückholaktionen der Vereinsgeschichte einreihen. Der 37-Jährige wurde beim FC Basel ausgebildet, startete am Rheinknie seine Profikarriere, gewann viermal die Meisterschaft und einmal den Schweizer Cup. Im Sommer 2014 wechselte Sommer zur Borussia Mönchengladbach, wo er achteinhalb Jahre lang das Tor hütete.
Es folgten Stationen bei Bayern München und aktuell bei Inter Mailand. Nach einem durchwachsenen Start der Saison 2025/26 spekulieren italienische Medien nun, dass Sommer bei Inter seinen Stammplatz verlieren könnte. Sein Vertrag läuft diesen Sommer aus.
Jonas Omlin
Jonas Omlin stiess im Sommer 2018 zum FC Basel und erbte den Stammplatz von Tomas Vaclík. Während zwei Spielzeiten im Dress von Rotblau hütete der Innenschweizer das Tor und wurde mit den Baslern dank des 2:1-Siegs gegen Thun Cupsieger 2019. Im Sommer 2020 wechselte Omlin zum französischen Erstligisten HSC Montpellier, wo er sich als verlässlicher Torhüter etablieren konnte.
Nach seinem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach erlitt Omlin einen deutlichen Einschnitt in seiner Karriere – der Absturz: Im Januar 2023 wurde er in Gladbach als Ersatz für Yann Sommer verpflichtet, litt jedoch häufig unter Verletzungsproblemen und musste seinen Stammplatz abgeben. Insgesamt verpasste Omlin über 50 Pflichtspiele. Die Kapitänsbinde hat der Nati-Spieler bei den Fohlen mittlerweile abgegeben, und trotz Vertrag bis 2027 dürfte er bei Gladbach keine sportliche Perspektive mehr haben.
Aus den eigenen Reihen
Mirko Salvi
Die erste rotblaue Luft schnupperte Mirko Salvi vor 17 Jahren: 2009 wechselte er in die Nachwuchsabteilung des FC Basel, durchlief sämtliche Juniorenstufen und gewann nach seiner Zeit in der Jugend bei Yverdon-Sport mit der U16 die Schweizer Meisterschaft.
Trotz drei Leihen (Biel, Lugano, Luzern) und zwei Wechseln (GC, Yverdon) blieb Salvi dem FC Basel stets verbunden und fungiert als zuverlässiger Ersatztorhüter. Dass der FC Basel diese Saison noch im Schweizer Cup vertreten ist, verdankt er Salvi: Im Sechzehntelfinal gegen Etoile Carouge hielt er beim Elfmeterschiessen gleich drei (!) Bälle vom Punkt.
Tim Pfeiffer
Auch der 20-jährige Tim Pfeiffer gehört zum Basler Eigengewächs: Er durchlief sämtliche Junioren- und Jugendstufen bis zur U19. In der Saison 2023/24 debütierte Pfeiffer für die U21 des FC Basel in der Promotion League, bevor er ab Sommer 2024 als dritter Torhüter regelmässig mit der ersten Mannschaft mittrainiert. Offizielle Einsatzminuten hat Pfeiffer bislang noch keine erhalten. Sein Vertrag beim FCB läuft bis 2027.
Von der Konkurrenz
Justin Hammel spielt aktuell für den Grasshopper Club Zürich. Er wurde im Nachwuchs des FC Basel ausgebildet, bevor er 2020 zu Stade Lausanne-Ouchy wechselte und dort Stammkeeper wurde. Seit 2022 ist er bei GC Stammspieler und wurde von den Fans mehrfach als «Player of the Season» ausgezeichnet. In Transfer-Foren wurde sein Name bereits öfter im Zusammenhang mit einem FCB-Wechsel genannt.
Gerüchte um einen Transfer zum FCB gab es auch schon bei Anthony Racioppi. 2024 war Racioppi bei den Berner Young Boys nicht mehr gesetzt – ein Wechsel zum FCB als Ersatz für Hitz wurde in Transfermarkt-Foren diskutiert. Letztendlich unterschrieb Racioppi im Sommer 2025 einen Vierjahresvertrag beim FC Sion.
Aber auch andere Torhüter in der obersten Schweizer Spielklasse könnten für die Basler interessant sein: Der kosovarische Nationaltorhüter Amir Saipi vom FC Lugano gilt in Basel zwar als Reizfigur, zeigt aber seit jeher souveräne Leistungen. Gleiches gilt für Lawrence Ati Zigi (FC St. Gallen), Pascal Loretz (FC Luzern) und Marvin Keller (YB). Sie alle wurden bisher noch nicht mit einem Wechsel zum FC Basel in Verbindung gebracht.
Ein Blick in die Nati
Philipp Köhn
Er war unter anderem Teil des Nati-Kaders bei der WM 2022 in Katar – zu Einsätzen in der A-Mannschaft kam er jedoch noch nicht: Philipp Köhn. Der 27-Jährige machte sich bei Red Bull Salzburg als Stammkeeper einen Namen, gewann mehrere österreichische Meistertitel und erregte auch internationale Aufmerksamkeit in der Champions League. Seit 2023 steht er bei AS Monaco in der französischen Ligue 1 unter Vertrag. Seinen Stammplatz im Tor muss er derzeit gegen den finnischen Nationaltorhüter Lukas Hradecky erkämpfen.
Yvon Mvogo
Dass sich Yvon Mvogo in der Reservistenrolle in der Nati sieht, liegt einzig am breiten und starken Torhüterkader der Schweiz. Der Torhüter mit kamerunischen Wurzeln hat Talent, das bewies er bereits bei seinen insgesamt 124 Einsätzen für den BSC Young Boys. Und wenn Mvogo dann doch einmal in der Nati zum Einsatz kam, zeigte er solide Leistungen: In den letzten beiden Einsätzen (Freundschaftsspiele gegen Dänemark und Irland) blieb Mvogo ohne Gegentor.
Bleibt die Frage, ob man die Treue von Mvogo zu seinem aktuellen Verein FC Lorient durchbrechen kann: Am Ende der Saison 2023/24 musste er mit dem Klub in die Ligue 2 absteigen. Es kursierten Transfergerüchte, doch in der darauffolgenden Spielzeit schaffte er mit Lorient den direkten Wiederaufstieg in die Ligue 1. Mvogo wurde am Saisonende zum Torhüter der Ligue‑2-Saison gewählt. Im September 2025 verlängerte er seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2027.
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spalen
sommer? sehr gerne, aber ich glaube nicht, dass er es sein wird
DYBLI
YANN SOMMER WÄRI MEGA