
Das grosse Warten beim FCB: Otele so gut wie weg – Wer kommt?
Yannick Fuhrer
Beim FC Basel könnte der Transferwinter doch noch Fahrt aufnehmen: Abgänge wie Otele oder Adjetey sind möglich, Zugänge bislang Fehlanzeige. Ein neuer Stürmer bleibt Priorität – wird aber schwierig.
In diesem Winter ist beim FCB personell noch nicht viel gegangen. Juan Gauto wurde nach Argentiniern verliehen und Tim Spycher wurde nach Thun transferiert. Beide spielten in dieser Saison aber keine Rolle in der ersten Mannschaft. Nun könnte langsam noch etwas Bewegung ins Thema Transfers kommen. Abgänge werden zwar nicht viele erwartet, hier aber eine Übersicht, wer den FCB in diesem Winter noch verlassen könnte:
Philip Otele

Der Nigerianer hätte den FCB eigentlich bereits schon im Sommer verlassen können. Damals lag aber noch nicht das richtige Angebot auf dem Tisch. Nun seien aber wieder mehrere Vereine am dribbelstarken Flügel interessiert. Unter anderem einige Teams aus der Premier League oder auch aus Italien. FCB-Sportchef Daniel Stucki sagte bereits im Dezember, dass man nicht mit Philip Otele plant. Zwar war er noch mit dem Team in Marbella dabei aber dort hat er keine einzige Minute gespielt in den Testspielen und nun in Basel trainiert er Abseits der Mannschaft um das Verletzungsrisiko für einen Wechsel zu minimieren.
Jonas Adjetey

Der 22-Jährige Innenverteidiger hatte wie Otele auch im Sommer schon Angebote. Unter anderem aus England, Frankreich und der Türkei. Aber auch er entschied sich dazu zu bleiben. Der RC Lens war damals bereit 6 Millionen Franken für Adjetey zu zahlen, der FCB lehnte aber ab. Ein halbes Jahr später ist der Marktwert des Innenverteidigers weiter gestiegen und das Interesse aus Lens scheint nun sogar noch grösser zu werden. Wenn Lens bereit ist einen zweistelligen Millionenbetrag in die Finger zu nehmen, könnte auch der FCB schwach werden. Bei Adjetey ist ein Verbleib sowie ein Abgang in diesem Winter möglich.
Finn van Breemen

Der niederländische Innenverteidiger hat sich in der letzten Saison eine Meniskusverletzung zugezogen. Diese war erst Ende Oktober wieder auskuriert. In der ersten Mannschaft spielte er deshalb in dieser Saison bisher keine Rolle. Hinzu kommt, dass der FCB mit Daniliuc und Adjetey die beiden Stamminnenverteidiger gefunden hat und direkt dahinter kommen Adrian Barisic und Nicolas Vouilloz. Also würde es für van Breemen auch in der Rückrunde sehr schwierig werden. Für Spielpraxis wäre für ihn deshalb eine Leihe gut. Bislang ist noch nichts Konkretes auf dem Tisch aber unter anderen haben schon die Ligakonkurrenten St. Gallen und Winterthur die Fühler nach ihm ausgestreckt. Die nächsten Wochen werden es zeigen, wo der Niederländer im nächsten halben Jahr unterkommen wird.
Bei den Zugängen ist es noch ruhig
Zugänge konnte der FCB bisher noch gar keine vermelden. Vor kurzem stand der Stürmer Michael Gregoritsch beim FCB noch hoch im Kurs, doch der FC Augsburg grätschte da dann noch auf den letzten Metern dazwischen. Und so muss sich Ludovic Magnin bis jetzt mit dem Personal zufrieden geben, das auch in der Hinrunde da war.
Neuer Stürmer
Daniel Stucki verkündete bereits an der Medienkonferenz im Dezember, dass die grösste Priorität ein neuer Stürmer ist. Doch auch er wusste, dass dieses Vorhaben sehr schwierig werden kann. Gerade im Winter sind gute Transfers schwieriger zu tätigen als im Sommer. Leistungsträger wollen oft selbst nicht wechseln und wenn wollen die Klubs oft mehr Geld als im Sommer. Dazu kommt, dass die Schweizer Vereine sich allgemein hinten anstellen müssen. So kann es also sein, dass der FCB den passenden Stürmer erst Mitte Februar findet. Zu diesem Zeitpunkt könnte Rotblau im schlechtesten Fall bereits aus der Europa League ausgeschieden sein und weitere Punkte in der Liga eingebüsst haben.
Vasilije Markovic (17 Jahre, Zentrales Mittelfeld)

Vasilije Markovic steht offenbar ganz oben auf der Wunschliste des FC Basel. Wie «90Minuten.at» berichtet, hat der FCB dem Nachwuchsspieler von Austria Wien bereits ein Angebot unterbreitet. Auch der FC Lugano sowie Como aus der Serie A sollen Interesse zeigen und konkrete Offerten abgegeben haben. Derzeit befindet sich Markovic in der entscheidenden Phase des Übergangs vom Junioren- in den Profifussball. Entsprechend sorgfältig will er seine nächsten Schritte planen, weshalb eine Entscheidung über seine Zukunft noch aussteht. In Österreich gilt Markovic als eines der grössten Talente seines Jahrgangs. Bei der U17-Weltmeisterschaft überzeugte er mit starken Leistungen und zählte zu den Schlüsselspielern des Turniers. Markovic und sein Land kamen bis ins Finale und unterlagen dort Portugal nur knapp mit 0:1.
Mehr dazu
Feedback für die Redaktion
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Kommentare lesen?
Um Kommentare lesen zu können, melde dich bitte an.



Kommentare
Dein Kommentar
Mit dem Absenden dieses Formulars erkläre ich mich mit der zweckgebundenen Speicherung der angegebenen Daten einverstanden. Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise