EURO 2025: Hoffen auf ein Sommerfest und weitere Millionen
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EURO 2025: Hoffen auf ein Sommerfest und weitere Millionen

07.03.2024 07:02 - update 07.03.2024 12:03
Yannick Fuhrer

Yannick Fuhrer

Der Bund kürzt seine finanzielle Unterstützung für die Frauen-EM von 15 auf nur noch vier Millionen Franken. Die Verhandlungen und die Vorbereitung für das Turnier laufen jedoch weiterhin auf Hochtouren.

Ursprünglich sollte der Bund 15 Millionen Schweizer Franken für die Fussballeuropameisterschaft der Frauen aussprechen. Nun sollen es doch bloss vier Millionen sein. Für Turnierdirektorin Doris Keller sei das aber noch kein Grund zur Sorge: «Wir hatten im Vorfeld sehr positive Zahlen danach haben wir gesehen, dass die Finanzlage des Bundesrats momentan eine andere ist und deshalb bekamen wir diese Empfehlung. Wir hoffen nun, dass dieser Entscheid aber noch gedreht wird.»

Der National- und Ständerat wird dann im Sommer nochmals neu darüber entscheiden. Für die Turnierdirektorin wäre es ein Eigentor der Schweiz wenn man diese 15 Millionen nicht aussprechen würde:

Nur zwei Jahre Vorbereitungszeit

Vor nicht einmal einem Jahr bekam die Schweiz den Zuschlag für die EM und in weniger als eineinhalb Jahren ist bereits Anpfiff. Dies sei auch nicht gewöhnlich: «Wir haben den Zuschlag erst zwei Jahre vor der Austragung bekommen, das bedeutet, dass wir eine extrem kurze Vorbereitungszeit haben. Wir wissen alle, dass politische Prozesse in der Schweiz extrem lange dauern. Mit einem Jahr länger zur Vorbereitung, hätten wir vermutlich weniger Diskussionen gehabt.»

Für die Europameisterschaft der Männer 2008 hat der Bund über 80 Millionen Franken für das Turnier ausgesprochen, für die Frauen gerade einmal vier. Frauen- und Herrenfussball seien aber auch schwierig zu vergleichen sagt Keller: «An der Euro 2008 ist beispielsweise auch viel Geld in die Sicherheit geflossen, das brauchen wir momentan überhaupt nicht.»

«Guten Mutes» auf Stadionsuche

Nun sind die Organisator:innen auch im Austausch mit den Stadionbetreibern, sprich in Basel mit dem FCB. Nun müssen die Verträge zur Miete der Stadien ausgehandelt werden damit dann auch wirklich gespielt werden kann: «Das ist ein normaler Prozess und wir sind guten Mutes, dass wir die Verträge im Sommer unterschrieben haben», sagt Keller.

In Basel bestehen Bedenken, wenn es um den Rasen im Joggeli geht. An der EURO 08 musste der Rasen nach der Wasserschlacht zwischen der Schweiz und der Türkei während des Turniers ausgewechselt werden und auch jetzt sieht der Rasen nicht gerade optimal aus. Rotblau startet im Juli in die Saison und möchte die Saison natürlich nicht auf einem Acker beginnen. Dazu sagt Doris Keller: «Wir gehen davon aus, dass der Rasen nach fünf Spielen unter normalen Bedingungen nicht kaputt geht.»

Und vom Turnier selbst erhofft sie sich vor allem viel Freude: «Ich hoffe, dass wir eine Euphorie in der Schweiz auslösen können, dass ganze Familien an die Spiele kommen und vor allem, dass wir ein tolles Sommerfest haben.»

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