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Gelterkinden streitet über neues Schulhaus
©Visualisierung: Atelier Amont
Bildung
Bezirk Sissach

Gelterkinden streitet über neues Schulhaus

22.12.2025 11:55 - update 22.12.2025 18:12
David Frische

David Frische

Gelterkinden will für rund neun Millionen Franken ein neues Schulgebäude bauen und einen bestehenden Pavillon sanieren. Gegner ergriffen das Referendum. Befürworter bildeten ein Komitee.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Schulhausprojekt in Gelterkinden könnte vors Volk kommen
  • Gegner des Projekts stellen den Bedarf, die Kosten und die Projektgestaltung infrage
  • Das Pro-Komitee warnt vor Verzögerungen und Risiken für den Schulbetrieb und die Tagesstrukturen

Gelterkinden will das Schulhaus Hofmatt um einen Neubau erweitern und den Pavillon Süd umbauen. Denn die Baselbieter Gemeinde brauche zusätzlichen Schulraum für drei Primarschulklassen und eine Kindergartenklasse, lautet die Begründung der Projektverantwortlichen. Im Jahr 2022 war die Bevölkerung über die Gelterkinder Schulraumplanung informiert worden. Anfang dieses Monats beschloss die Gemeindeversammlung einen Projektierungskredit von 1,02 Millionen Franken.

Dagegen will ein bürgerliches Komitee das Referendum ergreifen und somit das Projekt vors Volk bringen. Es hat in den vergangenen Tagen mit der Unterschriftensammlung begonnen. Die Gegner:innen des Schulhausprojekts kritisieren, dass der zusätzliche Bedarf an Schulraum nicht nachgewiesen sei, wie die «Volksstimme» berichtete. Zudem wachse die Verschuldung der Gemeinde Gelterkinden.

Das Siegerprojekt «Campus Loggia» (siehe Titelbild oben) fokussiere sich ausserdem nicht darauf, den Pavillon Ost kostenbewusst und zweckmässig zu ersetzen, sondern drehe sich vielmehr ums Design, kritisieren die Gegner:innen. Die Umsetzung dieses Projekts ist aus Sicht des Referendumskomitees mit Schwierigkeiten und Kostenrisiken verbunden. Das Schulhausprojekt liesse sich günstiger realisieren, ist das Komitee überzeugt.

Pro-Komitee: Referendum bringe gefährliche Verzögerungen

Die Befürworter:innen des Projekts reagieren auf die Kritik und haben nun ebenfalls ein überparteiliches Komitee formiert. Ziel sei es, der Bevölkerung aufzuzeigen, «was die Konsequenzen für die Gemeinde sind, wenn dieses Referendum zustande kommt und angenommen werden sollte», schreibt das «Komitee Zukunft Schulraum Gelterkinden» am Montag in einer Medienmitteilung.

Die Befürworter:innen betonen, dass der Pavillon Ost abgerissen werden müsse, da die Klassenzimmer nicht mehr regulär genutzt werden könnten. Zudem werfen sie der Gegnerschaft vor, mit falschen Zahlen zu argumentieren. «Diese betrugen nicht wie angegeben 6,65 Millionen Franken, sondern 7,57 Millionen. Das Referendumskomitee hat in seiner Berechnung nur die reinen Baukosten verwendet und die Projektierungskosten nicht einbezogen.» Nach heutigem Preisstand sei von Baukosten von 8,93 Millionen Franken auszugehen. «Fazit: Die Gebäudekosten bewegen sich im ähnlichen Rahmen.»

Zudem sei unklar, wo das Tagesstruktur-Angebot ab dem Schuljahr 2028/29 stattfindet. Sollte das Referendum zustande kommen, könne nicht sichergestellt werden, dass die Tagesstrukturen ab Sommer 2028 auf dem Schulgelände Hofmatt geführt werden können, so die Befürworter:innen. Dies sei auch der Fall, wenn das Referendum abgelehnt werden sollte.

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Kommentare

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13.01.2026 11:45

aenis

Wenn man wie Gelterkinden, mit den Kosten zu kämpfen hat, Holzbrücke an der untern Sissacherstrasse abgebaut, untere Bahnhofstrasse ein flicken Meer darstellt, bleibt deren stolzen Gemeinde finanziell nicht mehr viel übrig. Transparenz Kostenrechnungen mit sämtliche Kosten, auch im Sozialbereich auch wie die von der öffentliche handgetragene KESB muss auf den Tisch, denn Steuerzahler offen gelegt werden.

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