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Stromausfall sorgte für Chaos in Spanien und Portugal
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Blackout
International

Stromausfall sorgte für Chaos in Spanien und Portugal

28.04.2025 13:45 - update 28.04.2025 22:05

Baseljetzt

Ausgefallene Ampeln und stillstehende Züge: Ein massiver Stromausfall hat am Montagmittag die iberische Halbinsel erfasst. Millionen Menschen in Spanien und Portugal waren vom Blackout betroffen.

Die gute Nachricht: In mehreren Gebieten im Norden, Süden und Westen der Halbinsel ist die Versorgung inzwischen wieder gesichert, teilte der spanische Stromnetzbetreiber Red Eléctrica auf der Plattform X mit. Demnach sind Regionen wie Katalonien, Aragonien, das Baskenland, Galicien, Asturien, Navarra und Kastilien wieder versorgt. Hinzu kommen weitere Gebiete unter anderem in Madrid und Valencia. Mehr als 20 Prozent des Strombedarfs auf der Halbinsel seien bereits wiederhergestellt.

Die komplette Wiederherstellung könnte allerdings noch dauern. «Bis die Stromversorgung wiederhergestellt ist, werden wir einige kritische Stunden erleben», sagte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez bei einer Fernsehansprache im Anschluss einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates.

In Deutschland ist ein umfangreicher Stromausfall wie in Spanien und Portugal nach Angaben der Bundesnetzagentur nicht zu befürchten. «Ein grossflächiger, langanhaltender Blackout ist in Deutschland unwahrscheinlich», teilte die Behörde in Bonn auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Das deutsche Stromnetz sei redundant ausgelegt. Konkret bedeute das, dass eine Leitung immer ausfallen könne und eine andere Leitung einspringen würde.

EU-Ratspräsident: Kein Hinweis auf Cyberangriff

Auf der Iberischen Halbinsel wird nach der Ursache gesucht. Spaniens nationales Institut für Cybersicherheit hatte laut «El País» mitgeteilt, es untersuche, ob ein Hackerangriff hinter dem Stromausfall stecken könnte. Nach Angaben von EU-Ratspräsident António Costa gibt es derzeit allerdings keinen Hinweis auf einen Cyberangriff. Die EU-Kommission befasste sich mit dem grossflächigen Stromausfall. «Die Kommission wird die Situation weiter beobachten und dafür sorgen, dass ein reibungsloser Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten stattfindet», teilte die Behörde in Brüssel mit.

Menschen werden aus Fahrstühlen gerettet

Reporterinnen und Reporter der Deutschen Presse-Agentur meldeten sowohl aus Madrid als auch aus Barcelona, dass es am Montagmittag keinen Strom gab. Im ganzen Land seien der Betrieb der Infrastruktur und des Mobilfunks sowie der Verkehr beeinträchtigt, schrieb die spanische Zeitung «El País»: Ampeln und Aufzüge an Bahnhöfen, in Flughäfen und in anderen Gebäuden seien ausgefallen. Menschen mussten aus U-Bahntunneln und Fahrstühlen gerettet werden. Krankenhäuser waren dank des Einsatzes von Generatoren nach Angaben von Spaniens Gesundheitsministerium nicht betroffen.

Die meisten Geschäfte und Gaststätten in Premià de Mar bei Barcelona und anderen Orten Spaniens haben einem dpa-Reporter zufolge geschlossen. Vor allem Geschäfte mit verderblichen Waren und Eisdielen warteten auf die Wiederherstellung der Stromversorgung. «Ein paar Stunden halten wir noch aus, dann wird das Eis flüssig», sagte eine Verkäuferin in einer Eisdiele in Premià de Mar.

Das Wort «Luz», Spanisch für Strom, ist Teil fast jeder Unterhaltung von Menschen auf der Strasse. Nachbarn rufen sich von Balkon zu Balkon die neuesten Nachrichten und Gerüchte zu.

«Und wie soll ich jetzt kochen», fragt eine Hausfrau in Premià de Mar. Obwohl sie und ihr Mann Solarmodule auf dem Dach haben, nützt ihnen das nicht, denn die Anlage funktioniert nur, wenn das Netz in Betrieb ist. Eine Nachbarin lädt alle ein, bei ihr zu kochen – auf ihrem Gasherd.

Wegen des Stromausfalls musste das Masters-1000-Tennisturnier in Madrid unterbrochen werden.

Züge stehen, Ampeln ausgefallen

Der Verkehr und Transport auf der südeuropäischen Halbinsel war in weiten Teilen gestört. Nach Angaben der spanischen Eisenbahngesellschaft Renfe war um 12.30 Uhr (Ortszeit) das «gesamte nationale Stromnetz» ausgefallen – an allen Bahnhöfen seien die Züge stehen geblieben und nicht abgefahren. Eine Wiederaufnahme des Mittel- und Fernverkehrs ist derzeit nicht absehbar, teilte der spanische Verkehrsminister Óscar Puente auf der Plattform X mit.

Auch Spaniens Flughafenbetreiber Aena meldete «Zwischenfälle» wegen des Blackouts. Notfallgeneratoren seien aktiv. Passagiere sollten sich mit Fragen an ihre jeweilige Fluggesellschaft wenden, da es möglicherweise Probleme bei der Weiterreise am Boden gebe. Fernsehbilder des Senders RTVE von den grossen Flughäfen des Landes zeigten gestrandete Passagiere, stillstehende Rolltreppen und Laufbänder sowie heruntergelassene Rollgitter.

Der spanischen Zeitung «El País» zufolge beschränkte sich der massive Blackout auf das Festland. Demnach berichteten Reporter, dass die zum Land gehörenden Inselgruppen Kanaren und Balearen nicht betroffen seien.

Auch das Nachbarland Portugal erlebte einen weitreichenden Blackout, vom Norden bis in den Süden des Landes, berichtete der Sender RTP. Portugals Verteidigungsminister Nuno Melo rief die Bevölkerung zur Ruhe auf.

Der Stromausfall in Portugal sei durch eine Störung im spanischen Stromnetz verursacht worden, die auf ein «seltenes atmosphärisches Phänomen» zurückzuführen sei, berichteten unter anderem der portugiesische Sender RTP und der britische Sender Sky News unter Berufung auf den portugiesischen Stromnetzbetreiber REN. Der Betrieb werde schrittweise wiederhergestellt, wobei die Sicherheit und Stabilität des Netzes Vorrang hätten. Die vollständige Normalisierung des Netzes könnte «aufgrund der Komplexität des Phänomens» bis zu einer Woche dauern.

Auch Frankreich zwischenzeitlich betroffen

Im in den Pyrenäen gelegenen Kleinstaat Andorra dauerte der Stromausfall dagegen nur wenige Sekunden, meldete dessen Energieversorger FEDA auf X. Der Ausfall sei auf spanischer Seite verursacht worden und die Elektrizität dank der «automatischen Wiederverbindung mit der aus Frankreich kommenden Leitung» umgehend wiederhergestellt worden.

Auch Frankreich war zwischenzeitlich vom Blackout betroffen. Der Stromnetzbetreiber RTE schrieb, dass Haushalte im französischen Teil des Baskenlandes einige Minuten lang ohne Strom waren. Die Versorgung sei aber wiederhergestellt worden. (sda/mik)

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28.04.2025 21:27

Tarantinoo

Jajs hHahshA f gjf

0 1
28.04.2025 14:14

Maxli

Die Russen testen, wie sie Europa energiemässig lahm legen können. Und dann greifen sie überall gleichzeitig an. So wird es ablaufen und Europa schaut fasziniert zu.

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