Baseljetzt wurde eingestellt
Baseljetzt, das Newsportal von Telebasel, wurde eingestellt. Deine tägliche Dosis News in Videoform bekommst du jetzt auf telebasel.ch!
Initiative «Pharma für Alle» fordert Basler Pharma-Fonds
©Bild: Keystone / Pharma für Alle , Montage: Baseljetzt
Medikamente
Politik

Initiative «Pharma für Alle» fordert Basler Pharma-Fonds

15.12.2025 16:24 - update 15.12.2025 20:58
Simon Häring

Simon Häring

Die Initiative «Pharma für Alle» zielt darauf ab, die Medikamentenversorgung in Basel-Stadt zu stärken. Dreizehn Organisationen lancierten die Initiative mit 3’526 gültigen Unterschriften.

Das Wichtigste in Kürze

  • Grund für die Initiative sei eine Arzneimittelkrise
  • 2.5 Prozent der Staatssteuereinnahmen sollen in einen Basler Pharma-Fonds investiert werden
  • Mit dem Geld sollen gemeinnützige Projekte im Bereich Arzneimittelversorgung finanziert werden

Am Mittwoch, dem 17. Dezember wird die Initiative «Pharma für Alle» mit über 3’000 Unterschriften dem Parlamentsschreiber des Kantons Basel-Stadt überreicht. Die Ursache für die Forderung sei laut Melanie Eberhard, SP-Grossrätin und Mitglied der Gesundheits- und Sozialkommission, eine Arzneimittelkrise, welche sich seit einigen Jahren deutlich verschärfe.

Initiative forder Basler Pharma-Fonds

Die Initiative fordert, dass der Kanton Basel-Stadt jährlich 2.5 Prozent seines Steuerertrages (rund 70 Mio. Franken) in einen Basler Pharma-Fonds investieren soll. Mitinitiant, Basta-Grossrat und ebenfalls Mitglied der Gesundheits- und Sozialkommission, Oliver Bolliger meint: „Als reicher Pharma-Kanton kann und muss sich Basel das leisten.“ Die Initiative wäre für Basel «problemlos finanzierbar», so die Initianten. Aus dem Fonds würden gemeinnützige Projekte, welche die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimittel verbessern, unterstützt. Als Beispiel führen die Initianten Eigenproduktionen von Kantonsapotheken an. „Mit neuen Antibiotika gegen resistente Keime zum Beispiel können Zehntausende von Menschen vor schwerer Erkrankung und vor dem Tod bewahrt werden“, meint Bolliger. Laut Initianten würden die Patientinnen und Patienten, die Prämienzahlenden und der Kanton Basel-Stadt als Pharmastandort profitieren. Das Komitee meint: «Pharma für Alle ist die beste Basler Standortpolitik für Alle.»

Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten sei nicht gewährleistet

Laut den Initianten sei die Versorgung der Bevölkerung mit bewährten Medikamenten nicht mehr gewährleistet: «Zurzeit ist gerade jedes 14. rezeptpflichtige Medikament nicht erhältlich.», berichtet Melanie Eberhard. Zudem würden die Preise für neue Medikamente explodieren und Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien stetig ansteigen. Dies belaste die Bevölkerung immer stärker. Als Beispiel für hohe Behandlungskosten würden Immunzelltherapien gegen Krebs genannt, welche teuer von Pharmafirmen eingekauft werden müssten, so die Initianten. Statt rund 30’000 bis 60’000 Franken würden so Arzneimittelkosten von über 3000’000 Franken verursacht.

Die grossen Pharmafirmen hätten sich aus der Entwicklung von «dringend» benötigten neuen Antibiotika zurückgezogen, dies, obwohl jedes Jahr weltweit rund fünf Millionen Menschen an und mit multiresistenten Keimen sterben würden. Eberhard meint dazu: „Das ist eine Tragödie, die wir vermeiden können und müssen.“

Feedback für die Redaktion

Hat dir dieser Artikel gefallen?

Kommentare

Dein Kommentar

Mit dem Absenden dieses Formulars erkläre ich mich mit der zweckgebundenen Speicherung der angegebenen Daten einverstanden. Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise

15.12.2025 16:14

Hape4410

5000 Kilogramm Medikamentenabfall jährlich in der Schweiz! Kassensturz im Nov. 2025
Drei Milliarden Franken jährlich im Abfalleimer.
Der Bund hat vor 8 Monaten 1.3 Milliarden Franken Corona Impfstoffe entsorgt. Musste wohl sein weil abgelaufen.
Es zeigt auf, dass guter Rat Notvorrat auf verschwenderischer Weise viel Steuergelder verschlingt. Und ich bin mir sicher es ist nur ein kleiner Teil der transparent veröffendlicht wird.
Mein sauer verdientes Geld das ich versteure wird verbrennt.
Sollte dies zur Reduktion beitragen dann ists oke. Ansonsten einmal mehr Geld nur für den Abfalleimer. Und die Pharma? Die freuts…. der Cio Novartis hats ja gesagt: um die Preise der USA zu senken solle die Schweiz mehr bezahlen. Das ganze System ist krank; ja vergiftet.

3 4
15.12.2025 15:30

spalen

es ist wichtig, etwas für die sicherheit in der medikamentenversorgung zu tun, aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich sinnvoll ist, ein weiteres lokales süppchen zu kochen. ich denke, eine gesamtschweizerische lösung wäre hier sinnvoller

5 3

Kommentare lesen?

Um Kommentare lesen zu können, melde dich bitte an.