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«Jede Frau soll gut informiert sein»: Ein pinker Würfel für die Früherkennung
©Bild: PINK CUBE
Brustkrebs
Baselland

«Jede Frau soll gut informiert sein»: Ein pinker Würfel für die Früherkennung

16.10.2025 14:23 - update 16.10.2025 18:00
Valerie Zeiser

Valerie Zeiser

Der Pink Cube in Liestal soll auf die Früherkennung von Brustkrebs aufmerksam machen. Ab 2026 führt der Kanton Baselland ein Screening-Programm ein. Keine Selbstverständlichkeit in der Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Schweiz erkranken jedes Jahr tausende Menschen an Brustkrebs; frühzeitige Erkennung erhöht die Heilungschancen und ermöglicht schonendere Therapien
  • Aufklärungsinitiativen setzen auf direkte Ansprache, um Wissen über Brustgesundheit zu stärken und die Bedeutung der regelmässigen Vorsorge ins Bewusstsein zu rücken
  • Ab 2026 wird die Brustkrebsfrüherkennung durch ein regelmässiges, franchisenbefreites Mammografie-Screening ausgeweitet, um allen Frauen ab 50 einen gleichberechtigten Zugang zu ermöglichen

Alle sechs Stunden stirbt in der Schweiz eine Frau an Brustkrebs. Eine Zahl, die betroffen macht – und deutlich zeige, wie wichtig Früherkennung sei. Um darüber zu informieren, stehe am Donnerstag der leuchtend Pink Cube in der Rathausstrasse in Liestal. Das schreibt Pink Cube Test Your Breast in einer Mitteilung. Das mobile Beratungszimmer bietet persönliche Gespräche, kostenlose Tastuntersuchungen und Informationen rund um die Brustkrebsvorsorge.

Jährlich erkranken in der Schweiz rund 6’600 Frauen und 60 Männer an Brustkrebs. Werde die Krankheit früh erkannt, steigen die Heilungschancen erheblich, und die Therapien fallen meist schonender aus. Eine zentrale Rolle spiele dabei die Mammografie, welche Veränderungen im Brustgewebe sichtbar macht, bevor ein Tumor tastbar wird, wie Pink Cube mitteilt.

«Ziel ist, dass jede Frau gut informiert ist»

Der Pink Cube bringe das Thema Brustgesundheit direkt zu den Menschen. Leiterin Susanne Thost erklärt: «Mit dem Pink Cube bringen wir Aufklärung und Brustkrebsvorsorge direkt zu den Menschen. Unser Ziel ist es, dass jede Frau in der Schweiz gut informiert ist und Zugang zu einer qualitätsgesicherten Früherkennung hat – unabhängig vom Wohnkanton.»

«Jede Frau soll gut informiert sein»: Ein pinker Würfel für die Früherkennung
Ab 2026 erhalten alle Frauen zwischen 50 und 74 in Baselland alle zwei Jahre einen Aufruf zum freiwilligen Screening. Bild: Keystone

Mit dem geplanten Start des Mammografie-Screening-Programms der Krebsliga beider Basel Anfang 2026 schliesse der Kanton Basel-Landschaft eine wichtige Lücke. «Ich freue mich sehr, dass das Mammografie-Screening-Programm nun auch im Kanton Basel-Landschaft startet», sagt Michèle Leuenberger-Morf, Geschäftsführerin der Krebsliga beider Basel. Damit werde die Brustkrebsfrüherkennung in der Region weiter gestärkt und die Zugangsgerechtigkeit gewährleistet.

Alle zwei Jahre zum Screening

Keine Selbstverständlichkeit in der Schweiz. Während 15 Kantone ein solches, franchisenbefreites Programm anbieten, fehlt es in elf Kantonen bis heute. Die Brustkrebs-Früherkennung gerate durch das neue Tardoc-System, das 2026 in Kraft tritt, unter Druck. Das erklärte die Krebsliga im Sommer. Die Tarifsenkungen würde die Früherkennungsprogramme schwächen. Der Kanton Baselland führt die Screenings trotz der Unsicherheiten ein. Ab 2026 werden Frauen zwischen 50 und 74 alle zwei Jahre zu einem freiwilligen Mammographie-Screening von der Krebsliga beider Basel eingeladen. In Basel-Stadt gibt es dieses Programm bereits seit 2014.

Auch Regierungsrat Thomi Jourdan betont die Bedeutung dieses Schrittes. «Früherkennung kann Leben retten – genau darum ist eine regelmässige Brustuntersuchung so wichtig», erklärt der Baselbieter Gesundheitsdirektor. Er freue sich, dass ab kommendem Jahr alle Einwohnerinnen ab 50 Jahren Zugang zum Screening-Programm erhalten.

Der Pink Cube ist am Donnerstag bis 17 Uhr für die Bevölkerung geöffnet. Der Besuch ist kostenlos, eine Anmeldung nicht nötig.

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Kommentare

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17.10.2025 07:11

Phili

Toll dass sie das machen

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