
Juso fordert genauere Kontrollen bei der nächsten Bachelor-Wahl
Shahed Staub
Die Bachelor-Staffel endet trotz Stalkingvorwürfen gegen Bachelor Danilo Sellaro. Die Juso kritisiert CH Media scharf und fordert strengere Kontrollen für künftige Staffeln.
Für manche Reality-Fans gehört die Bachelor-Staffel zum Pflichtprogramm. Ein Mann, der zwischen 20 Frauen seine grosse Liebe sucht, sorgt dafür, dass viele Menschen ihre Montagabende im Spätherbst vor dem Fernseher reservieren. Vor vier Tagen wurde nun die letzte Folge, das Finale, der diesjährigen Ausgabe ausgestrahlt.
Dass der Basler Bachelor Danilo Sellaro, seine letzte Rose der heimatverwandten Kandidatin Cati vergab ist mittlerweile nur noch Hintergrundinformation. Die diesjährige Staffel steht längst unter einem anderen Stern: Die Basler Zeitung berichtete vor drei Wochen über Stalkingvorwürfe gegen Bachelor Sellaro. Bereits 2022 sei zudem ein Gewaltschutzantrag gegen ihn gutgeheissen worden.
Keine Reaktion des Senders
Die Juso Schweiz reagierte Anfang Dezember umgehend und reichte eine Petition ein, mit dem Ziel, die Ausstrahlung der laufenden Bachelor-Staffel zu stoppen. Wie sich zeigte, blieb das Vorhaben jedoch erfolglos. Der Sender reagierte nicht auf den Antrag der Juso: „Es gab keinen Austausch zwischen der Juso und dem Sender. CH Media weigerte sich zudem, unsere Petition entgegenzunehmen, und hat sich auch im Nachhinein nie dazu geäussert“, sagt Nathalie Ruoss, Vizepräsidentin der Juso Schweiz, gegenüber Baseljetzt nach Ausstrahlung der finalen Folge.
Dass der Bachelor samt Finale trotz der schwerwiegenden Stalkingvorwürfe gegen Danilo Sellaro ausgestrahlt wurde, bezeichnet die Juso als einen «Schlag ins Gesicht» für Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt. Eine Bereitschaft des Senders, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sei laut Juso nicht vorhanden gewesen. «Einschaltquoten stehen einmal mehr über dem Schutz von Frauen», kritisiert die Juso das Verhalten von CH Media.
Genauere Überprüfung gefordert
Der Sender CH Media will auf Anfrage dieser Redaktion keine weitere Stellungnahme abgeben und verweist auf ein früheres Zitat gegenüber der Basler Zeitung, in dem er versicherte, dass der aktuelle Strafregisterauszug des Bachelors ohne Beanstandung war.
Für die Juso ist hingegen klar: Sie fordert, dass der Sender den Fall intern aufarbeitet, um «die Sicherheit der Teilnehmerinnen in kommenden Staffeln besser zu gewährleisten». Dazu haben sie die Einführung strengerer Kategorien und eine genauere Überprüfung der Kandidaten bei CH Media eingebracht.
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spalen
an dieser sendung ist so vieles falsch
Borki74
ist das dee Ikasso-Eintreiber? Das solche Machenschaften in der CH mlglich sind, fraglich, durch Verwechsl6ng selbst betroffen, die Hölle, Bedrohung normal, Gebühren unzulässig, Bund tilleriert das, und so ein Typ kommt als Sunnyboy ins TV, schande, Gebphren kürzen