
Neuer Gorilla im Zolli paart sich schnell: «Wir führen keine Schwangerschaftstests durch»
Giulia Ballmer
Ein neuer Silberrücken im Zoo Basel führt die Gorillaweibchen an. Der Gorilla namens Yeba ist nun seit einem Monat im Affenhaus und lebt sich gut ein. Erster Nachwuchs ist möglicherweise unterwegs.
Das Wichtigste in Kürze
- Der neue Gorilla-Silberrücken im Zolli ist 13 Jahre alt und kommt aus Dänemark
- Das Kennenlernen verlief friedlich, ein wenig Streit sei normal, wie der Zookurator erklärt
- Yeba zeigt sich noch immer dominant gegenüber den Weibchen, er muss sich immer noch behaupten
Im Oktober kam Yeba nach Basel. Der 13-jährige Gorilla-Silberrücken wurde im Zoo Givskud in Dänemark geboren. Nun übernimmt er im Zolli Basel seine erste Gorilla-Gruppe.
Wusstest du schon? Fakten über Gorillas
Gorillas sind eine Primatengattung aus der Familie der Menschenaffen.
- Gorillas haben einen robusten Körperbau und sind stehend etwa 1,25 bis 1,75 Meter hoch
- Gorillas sind schwanzlos, wie alle Menschenaffen
- Weibchen wiegen etwa 70 bis 90 Kilogramm
- Männchen sind deutlich schwerer und können ein Gewicht von 200 Kilogramm erreichen
- Männliche Gorillas entwickeln ab der Pubertät ein silbergraues Rückenfell, deswegen werden sie auch als Silberrücken bezeichnet.
- Gorillas sind keine aggressiven Affen, schon ein gegenseitiges Anhusten der Gorillas wird als aggressiv wahrgenommen.
Yeba lässt zu Beginn gerne den Chef raushängen
Bereits einen Monat lebt der neue Silberrücken im Basler Zoo. «Die Eingewöhnungsphase verlief sehr gut», berichtet der Zookurator Adrian Baumeyer. Denn so eine Situation ist alles andere als natürlich: «Die Weibchen können sich ihren Silberrücken nicht aussuchen, wie das sonst in der freien Natur der Fall ist.»
Deshalb liesse man der Gruppe genügend Zeit, bis sie sich eingewöhnt hat. Zum Kennenlernen gehöre auch ab und zu Streit, Yeba muss immer wieder den Chef raushängen lassen. «Es kann bis zu Bissverletzungen führen, was jetzt aber bei Yeba kaum der Fall war», bemerkte Adrian Baumeyer.
«Er ist das soziale Oberhaupt»
Yeba mit seinen 13 Jahren ist noch ein sehr junger Gorilla. Seine erste Erfahrung als Silberrücken macht er jetzt im Zolli. «Er ist das einzige Männchen in der Gruppe und damit das soziale Oberhaupt.» Da er erst seit ungefähr vier Wochen bei den Weibchen ist, muss er sich immer noch behaupten. Der Zookurator beobachtet: «Yeba legt viel Wert darauf, dass er das Sagen hat und die Übersicht behält.» Aus diesem Grund sei die komplette Anlage noch nicht geöffnet, «das würde ihn momentan stressen», wie Baumeyer erklärt.

Er weiss, wie er seine Präsenz einsetzen muss
Der dänische Silberrücken sei sehr neugierig und mutig, charakterisiert ihn der Zookurator. Zudem sei er alles andere als bösartig. «Er hat eine Nonchalance mit seiner Dominanz», beschreibt er ihn, «und kann sie im richtigen Moment einsetzten». Der Zookurator erzählt, dass Yeba dem kastriertem jungen Männchen von Beginn an kaum Aufmerksamkeit schenkt. Yeba sieht in ihm keine Konkurrenz und da ist er ganz «nonchalant» und beachtet ihn fast gar nicht.
Hier siehst du ein gutes Beispiel für die Rolle des Silberrückens: Das Weibchen wollte eigentlich in die benachbarte Anlage gehen, doch das gefiel Yeba gar nicht. Er musste nur seinen Arm ausstrecken – und das Weibchen drehte sofort wieder um. Seine dominierende Art ist also alles andere als aggressiv.
Fun Fact
- Gorillas und generell Affen fressen keine / kaum Bananen. Früchte seien für die Affen zu ungesund, da sie sehr zuckerreich sind. Sie würden davon dick werden, erzählt der Zookurator in Basel.
- Bananen fressende Affen sieht man also vor allem im Fernsehen und selten in der freien Natur.
Die Paarung geschah bereits in den ersten Tagen
Direkt in den ersten Tagen hat er die Weibchen gedeckt. Die Paarung verlief sehr zügig, er liess sich dabei nicht viel Zeit. Ob eines der Weibchen tatsächlich trächtig ist, wisse man noch nicht. «Wir führen keine Schwangerschaftstests durch», wie der Zoo Basel auf Anfrage mitteilte. In ein paar Monaten wird der Zolli anhand der Bäuche der Weibchen sehen, ob die Paarung erfolgreich war.
Der Zolli Basel ist begeistert von seinem neuen Silberrücken. «Wir hoffen, dass sich die Situation in Zukunft noch weiter stabilisiert und er die Gruppe lange führen kann.»
Mehr dazu
Feedback für die Redaktion
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Kommentare
Dein Kommentar
Mit dem Absenden dieses Formulars erkläre ich mich mit der zweckgebundenen Speicherung der angegebenen Daten einverstanden. Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise
Kommentare lesen?
Um Kommentare lesen zu können, melde dich bitte an.


Nemonster
Wo bleibt der Aufschrei der Feministinnen?
Ein Männli deckt alle Wiiblis?
Ungeheuer…
spalen
ganz spannende und faszinierende tiere
Hoschi
Ja, aber sie gehören nicht in den Zolli und eingesperrt.