Ochsner übernimmt Hälfte der SportX-Filialen
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Übernahme
Schweiz

Ochsner übernimmt Hälfte der SportX-Filialen

09.07.2024 08:57 - update 09.07.2024 15:46

Baseljetzt

Die Migros verkauft 24 ihrer SportX-Standorte an Ochsner Sport. Ochsner Sport übernimmt laut einer Mitteilung vom Dienstag alle Mitarbeitenden der integrierten Läden.

Konkret übernimmt Dosenbach-Ochsner 27 der 49 SportX-Filialen. 24 Standorte werden unter der Marke Ochsner Sport, drei Standorte unter der Marke Dosenbach weitergeführt. Zum Kaufpreis machen die Beteiligten keine Angaben.

Vor allem Ochsner Sport wird durch den Deal merklich grösser: Heute gibt es 77 Läden. Bei Dosenbach (200 Filialen) fällt die Erweiterung hingegen nicht gross ins Gewicht.

Keine Sorgen wegen Weko

Umgebaut werden die Filialen laut den Angaben voraussichtlich ab März 2025. Die Integration der Filialen stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Prüfung durch die Wettbewerbskommission.

Es sei aber «nicht vorstellbar», dass die Weko Vorbehalte anmelde, sagte ein Ochsner-Sport-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Man sei in einem kompetitiven Umfeld tätig.

Und man werde mit dem Deal auch nicht zur Nummer 1 auf dem Schweizer Sportmarkt. Denn es gebe insgesamt etwa 1700 Fachgeschäfte, mit den übernommenen SportX-Filialen komme Ochsner Sport nur auf gut 100.

Jobs in Filialen bleiben

Die Dosenbach-Ochsner Gruppe übernimmt gemäss Mitteilung alle Mitarbeitenden der betroffenen Filialen. Die Lernenden könnten ihre Ausbildung bei Ochsner Sport weiterführen.

Allerdings kommt es in der Migros-Zentrale zu einem Jobabbau. In der Servicegesellschaft Migros Fachmarkt AG, welche für alle Fachmarkt-Formate der Migros die strategische Ausrichtung verantwortet und alle zentralen Leistungen erbringt, werden 95 Stellen gestrichen, wie es in der Migros-Mitteilung heisst.

Verhandlung über weitere Filialen

Wie es mit den verbleibenden 22 SportX-Filialen weitergeht, ist noch offen. Es liefen Verhandlungen mit verschiedenen weiteren Interessenten, so die Migros.

Die Gewerkschaft Unia fordert derweil die Migros mit Blick auf die verkauften SportX-Filialen auf, den Angestellten zumindest die gleichen Löhne und Arbeitsbedingungen zu garantieren und allfällige Verluste auszugleichen. Ausserdem müsse die Migros auf Kündigungen in den 22 weiteren Filialen und der Fachmarkt AG verzichten.

Der Detailhändler hatte im letzten Februar angekündigt, sich von SportX trennen zu wollen. Dies war Teil der Fokussierungsstrategie auf das Kerngeschäft. Ebenfalls verkaufen will die Migros ihre Reisetochter Hotelplan, das Einrichtungshaus Micasa, die Do it + Garden Geschäfte, den Velohändler Bike World sowie die Kosmetik- und Hygienetochter Mibelle. Bei der Ankündigung der Verkaufspläne wurde ein Abbau von bis zu 1500 der insgesamt rund 100’000 Stellen in Aussicht gestellt.

Schon in trockenen Tüchern ist derweil der Verkauf von Melectronics: 20 der 37 Elektronik-Fachmärkte gehen an Mediamarkt, die restlichen 17 werden geschlossen, wie kürzlich bekannt wurde. (sda/mei)

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09.07.2024 07:02

pserratore

Immerhin 👏🏻

2 0

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