
So steht es um die Kunsteisbahn St. Margarethen
Simon Häring
Es drohe der Entzug der Betriebsbewilligung, und sämtliche Eissportler:innen könnten im Worst Case-Szenario «heimatlos» werden. Nun fordert eine Petition den Erhalt der Kunsteisbahn St. Margarethen.
Die mittlerweile über 90 Jahre alte Kunsteisbahn St. Margarethen ist sanierungsbedürftig. Wie der Kanton Basel-Stadt selber in einem Regierungsratsbeschluss aus dem Jahr 2019 schreibt, ist der «bauliche und hygienische Zustand der Kunsteisbahn Margarethen generell sehr schlecht. Die Erdbebensicherheit ist unzureichend. Eine Schadstoffsanierung muss durchgeführt werden.»
Petition fordert den Erhalt der Kunsti
Nun fordert eine vom kantonalen Eislauf- und Eishockey-Verband lancierte Petition «Für den Erhalt der Kunsteisbahn St. Margarethen» den Erhalt der Kunsti. Am Mittwoch, 28. Januar gegen 15 Uhr wird die Petition im Hof des Rathauses an die Regierungsvertretung überreicht.
Seit einem Vierteljahrhundert gibt es Sanierungspläne
Bereits seit fast einem Vierteljahrhundert gibt es auf politischer Ebene Versuche, eine Sanierung oder gar einen Neubau voranzutreiben – bisher ohne Erfolg. Wie der Präsident des kantonalen Eislauf- und Eishockey-Verbandes, Peter Tschudin, dieser Redaktion berichtet, habe der Regierungsrat bereits im Jahr 2003 den Auftrag zur Planung einer Erneuerung der Kunsteisbahn gegeben, da ein Abbruch zu teuer wäre. Im Jahr 2011 habe der Denkmalschutz eine Einsprache erhoben: Der Tribünenmantel müsse bestehen bleiben. Anschliessend kamen auch Ideen zu einer Eissporthalle auf dem St. Jakob-Areal oder zu einer Eisfläche auf dem Dreispitz auf, wie SRF im Jahr 2019 berichtete.
Im Mai 2025 reichte SVP-Grossrat Pascal Messerli eine Interpellation ein. Laut Messerli würden im «Worst-Case-Szenario acht Eishockeymannschaften und drei Eiskunstlaufenvereine (über 2’000 Sportlerinnen und Sportler) heimatlos». Es bestünden zudem keine Ausweichmöglichkeiten da die Kunsteisbahn Eglisee «saisonal sehr beschränkt und ausschliesslich der Öffentlichkeit und dem freien Eislaufen zur Verfügung steht». Die St. Jakob Arena diene in erster Linie dem Leistungs- und Spitzensport.
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Marius
hallenbad+freibad ins kunsti machen. vom berg her könnte sogar ein kleiner künstlicher fluss/wasserfall gemacht werden. zwischen freibad und park eine buvette im sommer. dafür st jakob im winter öffnen für alle die das kunsti brauchen. zwei probleme gelöst. es brauchen viel mehr menschen ein hallenbad/freibad/park/buvette als im winter für ne begrenzte kurze zeit ein eislaufplatz. ist denn das so schwierig liebe politiker?????????
spalen
offenbar jemand, der noch nie auf der kunschti war.
gegenvorschlag: ausser dem sportbecken die joggeli-badi schliessen und eine neue grosse eishalle bauen. die spass-schwimmer können ins bachgraben, nach riehen ins naturbad oder ins eglisee und in den rhein.
…merken sie selber, oder?
spalen
die sanierung der kunschti wird seit jahren wie eine heisse kartoffel von einer hand zur anderen weitergegeben und jede hand bleibt dabei untätig! würde die kunschti ausfallen, wäre der gesamte eissport in basel vor dem aus: eishockey bis u14, der ehc binningen, die basel hockey ladies, diverse hobbymanschaften und die hockey-schule des ehc basel, aber auch die vielen verschiedenen eiskunstlaufteams wären mit einem schlag heimatlos. und wer am wochenende auf die kunschti geht, sieht, dass es nicht nur die sportler sind, die betroffen wären. ich denke, es wäre mehr als berechtigt, hier endlich deine sanierung an die hand zu nehmen! basel ist nicht nur fussball!