
Stadttour mit Fabian Frei und ein Publikumsrekord an der Museumsnacht
Simon Häring
Zum 25. Mal fand am Freitag die Museumsnacht statt. In diesem Jahr öffneten 43 Häuser in der Region ihre Tore und boten rund 230 verschiedene Aktivitäten an. Zum Jubiläum gab es zudem einen Publikumsrekord.
Das Wichtigste in Kürze
- 41000 Menschen besuchten am Freitagabend die Museumsnacht – ein Rekord
- Die Stadttour mit Fabian Frei und Jeff Baltermia fand besonders viel Anklang
- Auch Mitmach-Aktivitäten und Souvenirs waren beliebt
Jedes Jahr zieht die Museumsnacht Tausende Kulturbegeisterte in die Stadt. Mittlerweile nehmen über 40 Museen an der Veranstaltung teil und bieten mehr als 230 verschiedene Aktivitäten an. Wie das Präsidialdepartement Basel-Stadt mitteilt, gab es in diesem Jahr mit rund 41’000 Besuchenden sogar einen neuen Publikumsrekord. Total wurden in den 30 Museen bis um 1 Uhr morgens, also eine Stunde vor Schluss, 138’724 Eintritte gezählt. Dies sind leicht mehr als 2025 (122’218 Eintritte).
«Wieviel hast du beim FC Basel verdient?»
Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war eine Stadtführung mit FCB-Rekordspieler Fabian Frei und SRF-Sportjournalist Jeff Baltermia. Auf dem Weg den Münsterberg hinunter in Richtung Barfi sprachen Fabian Frei und Jeff Baltermia über das Profifussballer-Sein. Fabian Frei erzählt, wie er als Teenager die Finalissima 2002 im Joggeli miterlebt hatte – damals noch als GC-Sympathisant.
Auf dem Barfi gewährte das SRF Einblick in eine alte Radiosendung von damals, und die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Führung wurden in frühere FCB-Zeiten zurückversetzt. Anschliessend hatten die Besuchenden – vorwiegend FCB-Fans – auch die Gelegenheit, dem FCB-Rekordspieler Fragen zu stellen.
Die Frage eines noch jungen Fans machte Fabian Frei für einen kurzen Moment sprachlos: «Wie viel hast du beim FC Basel verdient?» – «Wenn wir manchmal Kinder-Pressekonferenzen machen, ist das immer die erste Frage.» Frei kontert schlagfertig und mit einem Augenzwinkern: «Ich kann dir so viel sagen: nicht genug, denn ich bin heute Abend immer noch hier und mache diese Führung.»
Auf dem Rückweg vom Barfi hinauf zum Münsterplatz schwelgte Fabian Frei in Erinnerungen und erzählte von seinem Lieblingstor: «In einer Champions-League-Gruppe mit Real Madrid und Liverpool qualifizierten wir uns für die nächste Runde. Wir haben Liverpool im letzten Spiel ausgeschaltet. Uns reichte ein Punkt (ein Unentschieden), und ich habe das 1:0 erzielt. Am Schluss stand es dann 1:1, aber wir konnten Liverpool dennoch ausschalten.»
Den Teilnehmenden der Führung gefielen die lockere Atmosphäre und die interessanten Anekdoten von Frei und Baltermia sichtlich.
Museumsnacht speziell bei Jungen beliebt: «Basel vibriert»
Die Mediensprecherin und Leiterin des Fachbereichs Museen des Kantons, Natalia Huser, zeigte sich zufrieden: «Es ist ein grosser Anlass, er ist etwas Freudiges und ein beliebter Publikumsanlass bei den Baslerinnen und Baslern – das ist eine schöne Bestätigung.» Die Museumsnacht sei nach wie vor, vor allem bei jungen Erwachsenen, sehr beliebt: «Basel vibriert, und die Jungen und Jugendlichen erobern die Museen. Das ist sehr einmalig und typisch für die Museumsnacht.» Jugendliche und jungen Erwachsene machten am Freitagabend rund die Hälfte des Publikums aus.
Zwei davon sind Maxine Walder und Tim Winter aus Muttenz. Ihnen gefiel die Museumsnacht gut. Besonders begeistert waren sie vom Anatomischen Museum sowie vom Botanischen Garten. Aber auch die vom SRF veranstaltete Silent Disco auf dem Münsterplatz fand bei den Jungen Anklang.
Auch nach einem Vierteljahrhundert bleibe die Museumsnacht ihren Wurzeln treu, meint Huser: In den Grundzügen sei die Museumsnacht dieselbe geblieben. Gleichzeitig entwickle sie sich inhaltlich ständig weiter und passe sich automatisch den Bedürfnissen der Besuchenden an. Besonders beliebt seien Mitmach-Aktionen mit Begegnungen, und es bleibe etwas Einmaliges, wenn man ein selbstgemachtes Souvenir von der Museumsnacht mit nach Hause nehmen könne.
Ein solches Souvenir konnte auch Natalia Huser selbst mit nach Hause nehmen: Zum ersten Mal fand sie – ausgerechnet an der Jubiläumsausgabe – die Zeit, den Museumsnacht-Klassiker, eine selbst hergestellte Handcreme, zu produzieren und als Erinnerungsstück mitzunehmen.
Die 26. Basler Museumsnacht findet am 22. Januar 2027 statt.
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Hoschi
Ein tolles Angebot, wow!