Baseljetzt wurde eingestellt
Baseljetzt, das Newsportal von Telebasel, wurde eingestellt. Deine tägliche Dosis News in Videoform bekommst du jetzt auf telebasel.ch!
Tuberkulose hat in den letzten Jahren in der Schweiz zugenommen
©Bild: Keystone
Krankheit
Schweiz

Tuberkulose hat in den letzten Jahren in der Schweiz zugenommen

07.12.2025 14:00 - update 07.12.2025 12:45

Baseljetzt

Es gibt immer mehr Tuberkulose-Fälle in der Schweiz. Grund dafür ist wohl die Einwanderung aus Regionen mit höherer Tuberkulose-Verbreitung. Denn in der Schweiz geborene Personen sind nicht häufiger betroffen.

Tuberkulose-Fälle nehmen in der Schweiz zu. Das liegt wahrscheinlich daran, dass vermehrt Menschen aus Regionen mit einer hohen Häufigkeit von Tuberkulose in die Schweiz einwandern, wie das Bundesamt für Gesundheit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Unter in der Schweiz geborenen Personen gibt es laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) keine Zunahme an Tuberkulose-Fällen.

Seit Jahresbeginn wurden dem BAG laut den neuesten Zahlen 475 Tuberkulose-Fälle gemeldet. In den beiden Vorjahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 376 und 375 Fälle. Das entspricht einem Anstieg von etwa 26 Prozent.

Erfahrungsgemäss werde die Zahl durch negative Bestätigungstests aber noch abnehmen, hiess es vom BAG. Ob es sich im aktuellen Jahr tatsächlich um eine Zunahme von 26 Prozent handle, könne daher noch nicht abschliessend bestimmt werden.

Anstieg bereits 2023

Allerdings stellte das BAG bereits im Jahr 2023 einen Anstieg von Tuberkulosefällen fest. Besonders betroffen waren junge Migrantinnen und Migranten. Unter den in der Schweiz geborenen Personen seien vor allem ältere Menschen betroffen, so das BAG weiter. Viele von ihnen hätten sich in ihrer Kindheit infiziert, als Tuberkulose auch in der Schweiz noch häufiger war.

Die Tuberkulose wird durch bestimmte Arten von Mykobakterien verursacht, am häufigsten durch das Mycobacterium tuberculosis. Die Übertragung erfolgt, indem eine an Lungentuberkulose erkrankte Person bakterienhaltige Tröpfchen aushustet, die dann in der Raumluft schweben und von anderen eingeatmet werden. Für eine Ansteckung ist meist ein Aufenthalt im gleichen Raum über Stunden erforderlich.

Gegen Tuberkulose existiert eine Impfung. Diese ist in der Schweiz allerdings nicht verfügbar. Nach Angaben des BAG ist die Tuberkulose mit speziellen Antibiotika über Monate meist gut behandelbar. Ohne Behandlung verläuft sie, nach einer meist längeren Erkrankung, oft tödlich. (sda/kah)

Feedback für die Redaktion

Hat dir dieser Artikel gefallen?

Kommentare

Dein Kommentar

Mit dem Absenden dieses Formulars erkläre ich mich mit der zweckgebundenen Speicherung der angegebenen Daten einverstanden. Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise

Kommentare lesen?

Um Kommentare lesen zu können, melde dich bitte an.