
Basel weibelt am WEF für seinen Pharma-Standort
Simon Häring
Die Basler Regierung hat gemeinsam mit Vertreter:innen aus Pharma und Wissenschaft am WEF über die Bedeutung der Schweiz als Life-Science Standort, die zentralen Herausforderungen und die Perspektiven diskutiert.
Die Diskussion am «WEF Basel Morning» wurde von Regierungsratspräsident Conradin Cramer eröffnet. In seiner Ansprache betonte Cramer die besondere Rolle Basels als international führenden Life-Sciences-Standort. Basel stünde für Stabilität, Verlässlichkeit und langfristige Partnerschaften. Diese Aspekte seien in einer Zeit globaler Unsicherheiten umso entscheidendere Faktoren für Unternehmen.
Das berechenbare politische Umfeld in Kombination mit hoch ausgebildeten Talenten und unternehmerischer Stärke bilde die Grundpfeiler für Innovation, schreibt der Kanton Basel-Stadt am Dienstag zudem in einer Mitteilung.
Cramer über die Bedeutung des Anlass für die Basler Regierung: «Die Idee ist, dass man in den Dialog kommt, dass man auf die Interessen unserer Region gegenüber Bern pocht, aber hier in Davos natürlich auch gegenüber einem internationalen Umfeld.»
Führende Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft
An der Diskussion nahmen namhafte Persönlichkeiten aus der Verwaltung und der Wirtschaft teil. Unter anderem waren Roche Verwaltungsratspräsident Severin Schwan, Professor für International Economics an der Universität Basel, Rolf Weder sowie Seco-Staatssekretärin, Helene Budliger vor Ort. An der Diskussion wurden unter anderem Investitionsentscheide, die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten, geopolitische Herausforderungen, die Standortattraktivität sowie die Balance zwischen Regulierung, Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung thematisiert.
Staatssekretäring Budgliger mit Appell für mehr Dankbarkeit
Als Abschluss der Diskussion hat Helen Budliger einen Appell an die Schweizer Bevölkerung gerichtet. Man solle dankbar sein für die Pharma-Industrie und den Wohlstand, der mit ihr einherging sowie auch dankbar zu sein für die Medikamente, die die Pharma-Branche entwickeln und produzieren. Konkrete Ergebnisse oder Beschlüsse sind keine hervorgekommen, dennoch sei es wichtig, Basel auf internationaler Ebene zu präsentieren.
Kaspar Sutter: «Für uns als Basel-Stadt war es wichtig darzulegen, dass wir der wichtigste Life-Science Standort in Europa sind und wir wollen das bleiben.»
Telebasel-Redaktor schätzt vor Ort ein
Vor Ort in Davos verfolgte Telebasel-Redaktor Florian Scheller die Podiumsdiskussion. Während der Diskussion waren keine Videoaufnahmen erlaubt, deshalb fasst Florian Scheller die wichtigsten Punkte im Nachgang zusammen: «Die Podiumsdiskussion drehte sich vor allem um eine Frage: Wie weiter? Wie weiter in einer Welt in der ehemalige, verlässliche Partner immer rücksichtsloser ihre Übermacht gegenüber der Schweiz ausnutzen.»
Der Kanton selbst lässt vermelden, der Austausch habe deutlich gemacht, dass die Zukunft der Life Sciences weniger durch isolierte Spitzenleistungen geprägt sein werden als durch Kooperation, Vertrauen und leistungsfähige Ökosysteme. Alle Involvierten seien dabei gleich gefordert, tragfähige Lösungen zu entwickeln.
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