Baseljetzt wurde eingestellt
Baseljetzt, das Newsportal von Telebasel, wurde eingestellt. Deine tägliche Dosis News in Videoform bekommst du jetzt auf telebasel.ch!
Reaktionen
FCB

«Wenn du so Fussball spielst, hast du es nicht verdient, in die Playoffs zu kommen»

23.01.2026 02:16 - update 23.01.2026 06:07
Florian Vögeli

Florian Vögeli

Für die FCB-Akteure ist es ein schwerer Gang vor das Mikrofon. Nach der 3:1-Niederlage gegen Salzburg, die auch höher hätte ausfallen können, sind sie sichtlich bedient. Hier sind die Reaktionen des Trainers und des Vizecaptains.

FCB-Trainer Ludovic Magnin spricht …

… über das Spiel

«Die erste Halbzeit war erschreckend schwach und war natürlich nicht würdig für den FC Basel. Wir haben schon mit dem ersten Ballkontakt dem Gegner in den Lauf gespielt, damit sie eine Toraktion haben. Wir haben viele Aktionen von Salzburg selbst eingeleitet. Wir wussten eigentlich, was auf uns zukommt und es ist genau so gekommen, wie wir es erwartet haben. Wir wussten, dass Ballverluste im Mittelfeld extrem gefährlich sind. Dennoch haben wir fast ausschliesslich durch die Mitte gespielt. Nach 20 Minuten habe ich nur noch auf die Anzeigetafel geschaut, wann wir in die Halbzeit gehen können, um etwas zu verändern.»

… wieso er mit den Änderungen bis zur Pause gewartet hat

«In einer solchen Phase, in der du Probleme hast, ist es schwierig, das System im Laufe des Spiels zu ändern. Wir haben uns dafür entschieden, erst in der Halbzeit die Änderungen sauber umzusetzen, um nicht noch mehr Unruhe und Panik ins Spiel zu bringen.»

… was er in der Halbzeit geändert hat

«Die Idee war, auf eine Dreierkette umzustellen. So konnten wir mit zwei Stürmern spielen und vor allem die Mitte verdichten. Das hat eine Zeit lang besser ausgesehen. Wir haben gemerkt, dass viel über die Mitte ging, was wir eigentlich auch erwartet haben.»

… worüber er sich Gedanken macht

«Momentan müssen wir über unsere Leistung, unsere Einstellung und unseren Hunger diskutieren. Wenn man in einer schwierigen Phase ist, dann sind die Dinge nicht mehr selbstverständlich. Wir balancieren aktuell auf einer Rasierklinge und es kann in beide Richtungen kippen. Wenn du das Spiel so startest und noch ein, zwei grobe individuelle Fehler machst, dann ziehst du die ganze Gruppe runter. Uns fehlt momentan das Selbstbewusstsein. Eine Selbstverständlichkeit im Fussball. Was mir aber vor allem gefehlt hat, ist die Liebe zum Fussball, die extrem wichtig ist. Die habe ich nicht gespürt.»

… über die Entwicklungen der letzten Monate

«In solchen Momenten darf man sich nicht verstecken oder nach Ausreden suchen. Ich finde, dass wir bis Oktober guten Fussball gespielt haben. Wir waren auf einem guten Weg, die Entwicklung stimmte. Seit Mitte November geht die Entwicklung jedoch nicht in die richtige Richtung. Das dürfen wir uns nicht schönreden. Aber als Trainer hast du immer wieder solche Momente, in denen die Entwicklung nicht so vorangeht, wie du es dir vorstellst. In solchen Momenten musst du die richtigen Schlüsse ziehen.

Wenn du heute Trainer des FC Basel bist, musst du dich nach dieser ersten Halbzeit natürlich hinterfragen und andere Ebenen finden, damit die Mannschaft wieder aufwacht. Ich bin immer sehr selbstkritisch und weiss, wenn ich etwas nicht gut mache. Heute war nicht gut: Die Spieler, der Trainer – niemand war gut. Wir werden alles geben, um am Sonntag ein anderes Gesicht zu zeigen. Wir müssen als Gruppe und als Menschen aus dieser Schwierigkeit herauskommen. Wir wissen auch, dass, wenn wir das zusammen überstehen, etwas zusammenwachsen wird.»

… über das letzte Spiel der Ligaphase in einer Woche

«Ich glaube, wir würden uns selbst belügen, wenn wir uns heute noch Gedanken darüber machen würden. Heute denke ich nur an die Leistung meiner Mannschaft und an meine eigene Leistung. Da müssen wir erst einmal über die Bücher gehen und alle Träumereien vergessen. Wenn du so Fussball spielst wie heute, hast du es sicherlich nicht verdient, in die Playoffs zu kommen.»

Vizecaptain Dominik Schmid spricht …

… über die Stimmung in der Mannschaft nach dem Schlusspfiff

«Die Stimmung ist nicht gut, wir lachen nicht. Wir haben keine Freude, das tut weh. Aber es geht weiter, Kopf hoch! Jetzt sind wir, die erfahrenen Spieler, in der Pflicht, das Ruder rumzureissen.»

… über die Lautstärke in der Kabine während der Pause

«Wenn du zur Halbzeit 3:0 hinten liegst und du damit noch gut bedient bist, dann ist es logisch, dass es in der Kabine laut wird. Das war unterirdisch und unerklärlich. Wir haben uns viel vorgenommen, es war ein Finalspiel. Jeder wusste genau, worum es geht. Was wir in den ersten 45 Minuten auf den Platz brachten, hatte aber nichts mit Fussball, mit Kämpfen oder Rennen zu tun. Wir haben jedes Detail vermissen lassen. Natürlich gibt der Trainer seine Inputs von aussen, wenn er sieht, dass etwas nicht stimmt. Aber wir erfahrene Spieler sind da in der Pflicht und müssen versuchen, Lösungen zu finden. Wir müssen uns anpassen und den jungen Spielern helfen. Wir dürfen auch mal laut werden, das ist kein Problem.»

… über den Spielplan

«Das ist Red-Bull-Fussball, das war uns klar. Trotzdem geben wir unsere Handschrift nicht aus der Hand. Wir haben aber alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben uns drei Tage auf das Spiel vorbereitet. Ich kann jetzt nicht jedes Detail nennen, das wir analysiert haben. Es geht um Standards, Positionierung und Aufbauspiel usw. Wir hatten einen klaren Plan, aber haben ihn nicht umgesetzt. In der zweiten Halbzeit haben wir es ein bisschen besser gemacht. Das hilft jedem, der das Interview sieht, sicher nicht weiter. Aber es ist gut für die Moral, vor allem mit Blick auf den Sonntag, wo wir ein sehr wichtiges Spiel haben – auch für unsere Fans.»

… über das letzte Spiel der Ligaphase in einer Woche

«Die Hoffnung stirbt zuletzt. Im Fussball passieren Dinge, die niemand genau weiss. Trotz allem bleiben wir positiv. Auch wenn es heute 45 Minuten lang unterirdisch war. Wir müssen nach vorne schauen. Wir können es am Sonntag im Klassiker besser machen. Im Fussball kann es schnell gehen: Gewinnen wir den Klassiker und gegen Viktoria Pilsen, sind wir vielleicht in der Zwischenrunde und alle sind wieder glücklich. Das ist natürlich unser Ziel.»

Feedback für die Redaktion

Hat dir dieser Artikel gefallen?

Kommentare

Dein Kommentar

Mit dem Absenden dieses Formulars erkläre ich mich mit der zweckgebundenen Speicherung der angegebenen Daten einverstanden. Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise

30.01.2026 06:45

pserratore

❤️💙❤️💙❤️💙

0 2
05.02.2026 18:07

pserratore

🤩❤️💙❤️💙🤩

0 2
30.01.2026 06:45

pserratore

❤️💙❤️💙

0 2
08.02.2026 06:42

pserratore

🍀❤️💙🍀❤️💙🍀❤️💙🍀

0 2
12.02.2026 17:27

Sonnenliebe

Kindergarten

1 0

Kommentare lesen?

Um Kommentare lesen zu können, melde dich bitte an.