Wintersturm Elli kleidet Deutschland in ein weisses Kleid
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Wintersturm Elli kleidet Deutschland in ein weisses Kleid

09.01.2026 14:37

Baseljetzt

Wintersturm «Elli» zieht mit geballten Schneeladungen über Deutschland. Der Verkehr ist vielerorts stark eingeschränkt und die Bundesliga muss ein Spiel verschieben.

«Ich würde es nicht als ein Jahrhundert-Event einordnen. Das ist es auf gar keinen Fall», sagte DWD-Meteorologe David Menzel am Morgen. «Es ist ein winterlicher Sturm und – wenn man das grosse Ganze betrachtet – nichts sonderlich Aussergewöhnliches.» Dennoch: Für weite Teile Deutschlands, vor allem für den Norden und die Mittelgebirge, gelten Unwetterwarnungen des Wetterdienstes. Der DWD sagte «von Südwesten aufkommende, teils kräftige Schneefälle» voraus, die sich bis zur Elbe ausbreiten. Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu grösseren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann. Im Süden und Westen Deutschlands soll der Schnee – bei ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind – in Regen übergehen. Dann wird es sehr glatt.

Die für Samstag geplante Partie wurde wegen der extremen Witterungsbedingungen und Sicherheitsrisiken abgesagt, wie die Liga und die Klubs mitteilten. Wann das Spiel nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

Schienenverkehr stark gestört

Die Bahn geht davon aus, dass bis Samstag Verspätungen und Zugausfälle im Fernverkehr möglich sind. Wer kann, sollte seine Reise verschieben. Schon gekaufte Tickets könnten auch zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden. Mancherorts wurden vorsorglich Verbindungen gestrichen.

Der Betriebsstopp sei nötig, um Fahrgäste, Mitarbeiter und Fahrzeuge zu schützen. Die Bahn kündigte weiter an, die Fahrgäste an den Bahnhöfen zu versorgen. In Hannover stellt sie Aufenthaltszüge bereit. Die Einstellung hat spürbare Auswirkungen bis in das westliche Bundesland Nordrhein-Westfalen. Züge etwa nach Berlin und Hamburg fahren nach Angaben eines Bahnsprechers nur bis Dortmund, Münster oder Bielefeld.

Von den Folgen des Winterwetters sind deutschlandweit auch viele Strassen und weitere Schienenverbindungen betroffen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor spiegelglatten und verschneiten Strassen in vielen Regionen. In etlichen Städten wurde der Busverkehr vorsichtshalber eingestellt.

Unfälle aufgrund von Glätte

In Bayern kam es zu zwei tödlichen Unfällen. Bei einem Frontalzusammenstoss zweier Autos in Niederbayern starben zwei Menschen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos ins Schleudern geraten – vermutlich wegen des Winterwetters. In der Oberpfalz kam ein Autofahrer ums Leben, als sein Wagen von der Strasse abkam und gegen einen Baum prallte.

Auch rund um Hannover kam es in der Nacht und am frühen Morgen wetterbedingt zu Unfällen. Auf einigen Strassen, etwa im Westen Deutschlands, war es am frühen Morgen dagegen so ruhig wie selten, weil viele Autofahrer wegen der Glättewarnungen zu Hause geblieben waren. (sda/sih)

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