Zurück in die Renaissance: David-Statue als Vorbild für das Basler Wirtschaftsjahr 2026
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Neujahresempfang HKBB
Wirtschaft

Zurück in die Renaissance: David-Statue als Vorbild für das Basler Wirtschaftsjahr 2026

05.01.2026 18:03 - update 05.01.2026 18:35
Giulia Ballmer

Giulia Ballmer

Am diesjährigen Neujahrsempfang der Handelskammer beider Basel wurde rückblickend auf das vergangene Jahr angestossen und das neue Jahr mit einer neuen Denkweise eingeleitet – inspiriert von der Renaissance.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Jahr 2026 ist ein Jubiläumsjahr für die Handelskammer, denn seit 150 Jahren setzt sie sich für eine starke Wirtschaftspolitik ein
  • An dem diesjährigen Neujahrsempfang der Handelskammer wirft die Präsidentin Elisabeth Schneider-Schneiter einen Blick zurück: Die Epoche der Renaissance griff sie als Leitbild für das kommende Wirtschaftsjahr auf
  • Die David-Statue in Florenz verkörpert Eigenschaften, die es für eine derzeitige Wirtschaftspolitik braucht, erklärt Schneider-Schneiter

Am diesjährigen Neujahrsempfang der Handelskammer beider Basel am 5. Januar 2026 dominierte nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana eine klare Botschaft: «In anspruchsvollen Zeiten wie diesen braucht es eine Renaissance der Wirtschaftspolitik, die Herausforderungen in Chancen verwandelt – mit Neugier, Verantwortung und gesundem Menschenverstand», heisst es in der Medienmitteilung.

Am Montagabend stiessen dieses Jahr über 700 Gäste aus Wirtschaft und Politik auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr an.

Die Präsidentin der Handelskammer beider Basel, Elisabeth Schneider-Schneiter, rief eine Epoche des Neu-Denkens und einer Neo-Wirtschaftspolitik aus. Inspiriert von Michelangelos Renaissance-Statue David in Florenz. «Mich beeindruckt David sehr, denn er verkörpert etwas, was wir heute brauchen: Stärke, Selbstbewusstsein, Vernunft, Mut, Weitblick, Freiheit», meint die Präsidentin.

Zurück in die Renaissance: David-Statue als Vorbild für das Basler Wirtschaftsjahr 2026
Die David-Skulptur von Michelangelo in Florenz verkörpert die Renaissance. Bild: Keystone

Elisabeth Schneider-Schneiter sieht in der Figur Eigenschaften, die helfen würden, gegen das anzukommen, was die Welt derzeit erschüttert. Das seien Dinge wie Destabilisierung, Zollkrieg, Autokratie, Etatismus und Klimakrise. Mit «Neugier, Verantwortung und gesundem Menschenverstand» müssen diese Ursachen angegangen werden.

Wirtschaftspolitik als Zukunftspolitik

Neugier sei zwar der Motor, entscheidend sei jedoch Verantwortung – für das eigene Handeln, für die Gesellschaft und die Zukunft, betonte Schneider-Schneiter. Wirtschaftspolitik müsse deshalb als Zukunfts- und Chancenpolitik verstanden werden.

Als konkretes Beispiel nannte sie die europäische Zusammenarbeit. Eine stabile und verlässliche Anbindung an Europa sowie der Abschluss der Bilateralen III seien zentrale Voraussetzungen für wirtschaftliche Sicherheit und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.

Hoffnung und Angst durch KI

Schneider-Schneiter betonte zudem die Wichtigkeit der Innovation im Segment der künstlichen Intelligenz. Dennoch sollen Ängste vor Arbeitsplatzverlust oder Urheberrechtsverletzungen durch KI ernst genommen werden.

Für die HKBB sind zudem folgende Faktoren für ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2026 entscheidend: ein innovatives und wettbewerbsfähiges Umfeld mit attraktiven Steuern, genügend qualifizierten Arbeitskräften, effizienten Verkehrswegen, zukunftsfähigen Wirtschaftsarealen, einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung sowie weniger Bürokratie.

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